In unserer Gesellschaft nimmt der Anteil der Dienstleistungen, die rund um die Uhr genutzt und angeboten werden, stetig zu. Damit das gewohnte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben auch abends, nachts und frühmorgens weiterlaufen kann, wird auf menschliche biologische Rhythmen immer weniger Rücksicht genommen. Das Problem: Unser Körper orientiert sich am Tageslicht, nicht an vorgegebenen Arbeitszeiten. Beschäftigte, die Schicht- und vor allem Nachtdienste verrichten, sind daher gezwungen, sich an körperfremde Rhythmen anzupassen. Wessen Körper diese Anpassungsleistung nicht erbringt, muss auf Dauer mit Befindlichkeits-, Schlaf- und Leistungsstörungen rechnen, die weitere negative Folgen nach sich ziehen können.
Die Unterrichtseinheit der DGUV verfolgt das Ziel, junge Auszubildende in entsprechenden Berufen frühzeitig für das Thema "Auswirkungen von Schichtarbeit" zu sensibilisieren und ihnen ein Basiswissen über geeignete präventive Maßnahmen zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie es ihnen gelingt, den persönlichen Alltag mit der Beanspruchung durch unregelmäßige Arbeitszeiten in Einklang zu bringen. Sie lernen, wie der Biorhythmus trotz Schichtarbeit im Takt und das persönliche Wohlbefinden im Gleichgewicht gehalten werden können. Die Materialien können branchenübergreifend eingesetzt werden und eignen sich neben dem berufsbezogenen Unterricht auch für Gesundheitsprojekttage an der BBS oder in größeren Unternehmen.
Im Rahmen der Unterrichtseinheit werden folgende Inhalte vermittelt:
- Unterschiedliche Arbeitszeitmodelle in Schichtarbeit
- Zirkadianer Rhythmus des Menschen
- Beanspruchung des Organismus durch Schicht- und Nachtarbeit und mögliche Folgen
- Präventive Gesundheitsmaßnahmen