• Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle 1
    zurücksetzen
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Unterrichtsmaterial: Konsum und Verbraucherschutz

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lösen Ihre Schülerinnen und Schüler interaktive Übungen zu grundlegenden Themen der ökonomischen Grundbildung. Auf der browserbasierenden Blended-Learning-Plattform www.ich-will-lernen.de beschäftigen sie sich im Bereich "Leben und Geld" selbstreflexiv mit ihrem Konsumverhalten, informieren sich über Werbestrategien und Verkaufstricks und erlernen wichtige Grundsätze zum Vertragsrecht und Verbraucherschutz.Dennis Pohl legt viel Wert auf schicke Markenkleidung - aber sein Einkommen als Aushilfskraft bei einer Gebäudereinigungsfirma ist knapp bemessen. Oft kauft er mehr als er braucht. Wie Dennis geht es vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auf der Online-Plattform www.ich-will-lernen.de begleiten die Schülerinnen und Schüler Dennis Pohl in unterschiedlichen Lebenssituationen, die typische Entscheidungen und Erfahrungen aus dem Alltag aufgreifen. Welche Vor- und Nachteile bietet der Einkauf an verschiedenen Einkaufsorten? Welche Wirkung hat Werbung auf meine Kaufentscheidung? Wie kann ich Tricks und Täuschungen erkennen oder mich gegen unerwünschte Telefonwerbung schützen? Hierbei gilt es, mit der virtuellen Figur finanzielle Entscheidungen zu treffen, beispielsweise wenn Dennis überlegt, ob er eine Markenjeans im Fachgeschäft oder im Internet kaufen soll oder wie er beim Einkauf von Lebensmitteln Geld sparen kann. Thematische Problemstellung Insbesondere für Hauptschülerinnen und -schüler oder geringqualifizierte Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen Schulabschluss haben, stellen Alltagsorganisation und der Umgang mit Geld eine schwierige Hürde dar. Oft sind die Wünsche groß und das Budget klein, aber auch das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge, Verbraucherschutz und Konsumfallen ist gering. Ökonomische Grundbildung im Bereich Konsum soll den Lernenden helfen, individuelle Strategien zu entwickeln, mit ihrem Geld geschickter umzugehen, Möglichkeiten zum Sparen aufzudecken und ihre Rechte und Pflichten als Verbraucher wahrzunehmen. Die Unterrichtseinheit behandelt beispielhaft eines der sechs Lernfelder im Bereich "Leben und Geld" auf der Plattform ich-will-lernen.de . Vorbemerkungen und Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Konsum" Der Ablauf der Unterrichtseinheit "Konsum und Verbraucherschutz" wird hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen Vor- und Nachteile verschiedener Einkaufsorte und können somit kriteriengeleitete Konsumentscheidungen treffen. können wichtige Verhaltensregeln, Risiken und Chancen beim Internetkauf abschätzen. erkennen grundlegende Verkaufs- und Werbestrategien sowie Täuschungsversuche und können dieses Wissen auf ihr persönliches Konsumverhalten anwenden. lernen, mithilfe einfacher Tipps und Tricks aus dem Alltag ihre persönliche Einnahmen und Ausgaben besser zu kontrollieren. sind in der Lage, sich selbstständig über Produkte, Dienstleistungen, Qualitätssiegel und Verbraucherschutz zu informieren. nutzen ihr Wissen über grundlegende rechtliche Aspekte zum Vertragsrecht und zu Verbraucherschutzbestimmungen, um die eigenen Rechte als Konsument zu wahren. kennen Hilfen für Kaufentscheidungen wie die Einschätzung des Preis-Leistungs-Verhältnisses oder Berechnungen von Folge- beziehungsweise versteckten Kosten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, die unterschiedlichen Angebote und Lernmethoden einer interaktiven Lernplattform zu nutzen und Online-Medien als Mittel für den eigenen Bildungserfolg einzusetzen. arbeiten selbstständig auf dem Lernportal und sind in der Lage, in einem selbst gewählten Lerntempo die modularen Lernbausteine eigenständig zu lösen. kennen wichtige Ansprechpartner und Internetadressen für Konsumfragen. überprüfen ihre individuellen Lernfortschritte eigenständig und kontrollieren die erreichten Lernziele mithilfe der Feedback-Funktion der Software. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen, indem sie das integrierte E-Mail- und Chat-Programm nutzen, um sich mit anderen Lernenden und Tutoren über Lösungswege und Problemstellungen auszutauschen. gewinnen Selbstvertrauen, indem ihre Selbstorganisation gestärkt wird. besprechen gemeinsam selbstreflexiv Lernfortschritte und beziehen die Lerninhalte auf ihr Alltagsleben sowie ihr Konsumverhalten. gewinnen Alltagskompetenzen im Umgang mit Geld. Informationen zur Lernplattform Die Lernplattform ich-will-lernen.de ist ein Blended-Learning-Angebot des Deutschen Volkshochschul-Verband e. V. Es richtet sich an gering qualifizierte Erwachsene und Jugendliche mit Übungen zu den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung, zur Vorbereitung auf den Schulabschluss beziehungsweise Beschäftigungsfähigkeit sowie im Bereich Ökonomische Grundbildung. Das Portal kann individuell und anonym als E-Learning-Kurs genutzt werden oder im Rahmen von Präsenzkursen als multimediale Lernhilfe dienen. Der Lernbereich "Leben und Geld" Der Lernbereich "Leben und Geld" setzt an typischen Lebenssituationen der Lernenden an und spiegelt deren ökonomische Verhältnisse, Kaufüberlegungen und Entscheidungsprozesse. Diese Unterrichtseinheit behandelt beispielhaft eines der sechs Bereichs-Lernfelder: Konsum Arbeit/Arbeitslosigkeit/Berufswahl (Übergang Schule Beruf) Haushaltsgründung/Haushaltsführung Schulden Vorsorge/Versicherungen Banken Unterrichtliche Arbeit mit dem Lernbereich "Leben und Geld" Im Bereich "Geld und Leben" lösen die Schülerinnen und Schüler zehn Lerneinheiten von etwa fünf bis zehn Minuten Länge aus dem Themenfeld "Konsum". Diese bieten Hintergrundwissen und zahlreiche Minitests zu den einzelnen Themen, wie Drag'n Drop oder Ankreuz-Aufgaben, Lückentexte oder Kreuzworträtsel. Als Lehrkraft übernehmen Sie die Rolle eines Tutors: In einer Kombination aus Präsenzunterricht und selbstständigem E-Learning beginnen Sie mit einer gemeinsamen Einstiegspräsentation, definieren das Aufgabenspektrum, besprechen im Plenum die Übungen oder unterstützen online wie offline einzelne Lernende bei den Übungen. Currciculare Einordnung Das umgesetzte Online-Curriculum der Lernplattform orientiert sich an den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Hauptschule sowie dem Bericht der Kultusministerkonferenz zur Wirtschaftlichen Bildung an allgemeinbildenden Schulen. Die Inhalte orientieren sich in ihrer Komplexität am Lernbereich Abschluss- und Beschäftigungsfähigkeit. Vorbereitungsphase Als Kursleiterin beziehungsweise -leiter müssen Sie zuvor einen Tutoren-Zugang beim Deutschen Volkshochschul-Verband beantragen. Mit den erhaltenen Zugangsdaten können sie dann über folgende Einstiegsseite auf die Tutoren-Ebene des Portals gelangen: www.ich-will-lernen.de/Tutor . Nachdem Sie als Tutorin oder Tutor eingeloggt sind, erhalten Sie unter dem Navigationspunkt Informationen umfangreiche Handbücher, die das Lernangebot und die Funktionen der Plattform vorstellen. Es wird erklärt, wie Sie die Administration von Lernern und Kursen handhaben oder wie Lernende online betreut werden können. In diesem Tutorenbereich können Sie einen Lernkalender anlegen, die Lernfortschritte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einsehen und korrigieren, über integrierte Chat- und E-Mail-Funktionen Kontakt aufnehmen oder die Aufgabenstellung festlegen. 1. Stunde: Einstieg in die Thematik Mit dem Fragebogen "Was für ein Geldtyp bist du?" werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich mit ihrem Verhältnis zu Geld und Konsum auseinanderzusetzen. Die Beschäftigung mit den eigenen Konsumwünschen und den beschränkten finanziellen Möglichkeiten, diese zu erfüllen, stimmt die Lerngruppe auf die Inhalte der Unterrichtseinheit ein und stellt einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit her. Bei der Besprechung der ausgefüllten Fragebögen im Plenum werden erste individuelle Problemlagen, Interessen und Erwartungen der Lernenden erkennbar. Einstieg in die Lernplattform Aufgrund der Komplexität der Lernplattform empfiehlt es sich, den Einstieg in das Lernportal und die Vorstellung der Funktionen und Lernbereiche mittels eines Beamers oder Boards im Plenum zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler erfahren hierbei, in welchem Teilbereich sie arbeiten und welche Features sie für diese Unterrichtseinheit nutzen können. Während der Einführung finden sie außerdem heraus, welche Möglichkeiten das System zur Kommunikation, Lernkontrolle oder Selbstorganisation bietet und werden in die Lage versetzt, zukünftig eigenständig auf der Lernplattform zu agieren. 2. Stunde: Erarbeitungsphase I Die Schülerinnen und Schüler beginnen, eigenständig die Lerneinheiten und Übungen im Bereich "Leben und Geld - Konsum" zu lösen. Die Lernenden können sich gegenseitig unterstützen, indem sie die integrierten Kommunikationsmöglichkeiten des Systems nutzen. Als Tutorin beziehungsweise Tutor können Sie den individuellen Lernfortschritt jedes einzelnen Teilnehmers online einsehen und gegebenenfalls den Lernprozess individuell unterstützen. Ergebnissicherung I Mit Einsatz eines Beamers werden die einzelnen Aufgaben in der Gruppe besprochen. Hierbei findet bereits ein erster Austausch über die Arbeitsergebnisse und den eigenen Erfahrungshorizont statt. 3. Stunde: Erarbeitungsphase II - Hausaufgabe Die Schülerinnen und Schüler sollten nun in der Lage sein, das Kapitel "Konsum" eigenständig als Hausaufgabe fertig zu stellen und alle Übungen zu lösen. Das System bietet ein Feedback zum Lernprozess und korrigiert falsch gelöste Aufgaben. Die Lernenden können sich weiterhin via Chat oder E-Mail austauschen. Es ist auch möglich, dass Sie als Tutorin beziehungsweise Tutor zu einem vorher vereinbarten Zeitpunkt als Unterstützung online zur Verfügung stehen. 4. Stunde: Ergebnissicherung und Feedback II - Besprechung der Hausaufgabe Hierbei werden wie in der vorausgegangenen Stunde die Arbeitsergebnisse besprochen und gegebenenfalls korrigiert. Am Ende dieser Unterrichtsphase sollten alle Mitglieder der Lerngruppe den Lernbereich "Konsum" auf der Plattform vollständig erarbeitet haben. Abschließend füllen die Schülerinnen und Schüler einen Feedbackbogen aus, der ihre Erfahrungen mit der Lernplattform widerspiegelt. Selbstreflexiver Abschluss der Unterrichtseinheit Indem die Schülerinnen und Schüler das Gelernte abschließend noch einmal auf ihr Konsumverhalten beziehen und ihre Stärken, Schwächen, Interessen, Pläne und Ziele schriftlich fixieren, erstellen Sie eine Art persönlichen Fahrplan für ihren Umgang mit Geld. In diesem selbstreflexiven Prozess erkennen und bewerten sie abschließend eigene Handlungsmuster und werden ermutigt, ihre Vorhaben in der Praxis umzusetzen. Weitere Beschäftigung mit dem Bereich "Leben und Geld" Die Konzeption dieser Unterrichtseinheit geht davon aus, dass sowohl die Lehrkraft als auch die Lernenden zum ersten Mal mit der Lernplattform in Berührung kommen. Insofern ist die Einarbeitung der Lehrkraft zunächst aufwändiger. Das vorliegende, für den schulischen Kontext entwickelte Konzept beinhaltet einen hohen Präsenzanteil im Blended-Learning-Prozess. Wer weitere Lernfelder auf der Plattform in einer längeren Unterrichtssequenz zur ökonomischen Bildung mit seiner Lerngruppe erarbeiten möchte, kann sich an Aufbau und Zeitplanung dieser Unterrichtseinheit orientieren. Dabei fällt dann die Vorbereitungszeit für die Tutorin oder den Tutor erheblich kürzer aus. Außerdem ist es möglich, später mit einer plattformerfahrenen Lerngruppe die Präsenzzeiten zu reduzieren und den E-Learning-Charakter der Software stärker zu nutzen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial: Aktuelle Nachrichten verstehen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit begleitet Schülerinnen und Schüler dabei, Strategien zu entwickeln, um kurze Texte zu aktuellen Themen aus dem Internet zu erschließen. Anhand der Lernplattform www.ich-will-lernen.de erhalten sie einen Überblick über grundlegende Verfahren für das Verstehen von Texten, über die Förderung von Leseinteresse sowie Lesefreude und dazu, wie diese zur Ausbildung von Empathie und Fremdverstehen beitragen.Die hier vorgestellten Vorgehensweisen und Materialien sind universal und flexibel einsetzbar, können für verschiedene Klassenstufen angepasst werden und bieten sich auch für den Vertretungsunterricht an. Mithilfe der Tippkarten, die Schritt für Schritt die Herangehensweise der unterschiedlichen Lesestrategien erklären, werden verschiedene Texte nach persönlichem Interesse gelesen und zugleich Lesestrategien eingeübt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Lernzuwachs anhand eines Selbsteinschätzungsbogens reflektieren und das Lesen der "aktuellen Kurzlesetexte" in einer Lesewoche dokumentieren. Ziele Die Unterrichtseinheit verfolgt nicht nur das Ziel, leseschwachen Leserinnen und Lesern deutlich zu machen, dass sie in der Lage sind, sich im Internet über interessante Themen zu informieren. Sie soll auch motivieren, dieses Online-Angebot weiterhin selbstständig zu nutzen und in einem weiteren Schritt auf längere Texte zuzugreifen. Vorbemerkungen und Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Nachrichten verstehen" Der Ablauf der Unterrichtseinheit "Nachrichten verstehen" wird hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden Strategien zum Leseverstehen an. trainieren grundlegende Lesefertigkeiten: flüssig, sinnbezogen, überfliegend, selektiv. können die eigenen Leseziele bestimmen. unterscheiden Vorwissen und neue Informationen. klären Wortbedeutungen mithilfe eines Wörterbuches. nutzen einfache Lesehilfen, zum Beispiel Textsorte, Aufbau, Überschrift, Illustration, Layout. können Fragen an einen Text stellen und beantworten. kennen und nutzen Verfahren zur Textaufnahme, wie zum Beispiel Stichwörter formulieren oder Texte und Textabschnitte zusammenfassen. ziehen aus Sach- und Gebrauchstexten begründete Schlussfolgerungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die Funktionen eines informierenden Textes (Zeitungsartikel). können Informationen aus einem kurzen Zeitungstext zielgerichtet entnehmen, ordnen, prüfen und ergänzen. können Informationen zu einem Thema/Problem in unterschiedlichen Medien suchen, vergleichen, auswählen. erkennen und bewerten Intentionen und Wirkungen ausgewählter Kurztexte der Lernplattform ich-will-lernen.de. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gehen zielgerichtet mit Nachschlagewerken um. markieren Wesentliches in einem kurzen Zeitungstext. formulieren Stichwörter als Randnotiz. gliedern Texte und finden Teilüberschriften. geben Inhalte mit eigenen Worten zusammenfassend wieder. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich mit anderen über eine Ideensammlung aus. tauschen sich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin über eigene Ideen und Informationen aus. kommen mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern an einem Treffpunkt (Bushaltestelle) zusammen. stellen anderen ihren Lesetext vor. kommentieren kriteriengeleitet die Textvorstellung einer Mitschülerin oder eines Mitschülers. Ein grundsätzliches Interesse an aktuellen Nachrichten ist im Schulalltag auch bei eher leseschwachen Schülerinnen und Schülern immer wieder zu beobachten. Wer nicht informiert ist, kann an vielen Gesprächen in den Pausen und auf dem Schulhof nicht aktiv teilnehmen. Laut JIM-Studie 2013 haben 66 Prozent der Gymnasiasten, aber nur 54 Prozent der Realschüler und 45 Prozent der Jugendlichen mit Hauptschulhintergrund zu Hause Zugriff auf eine Tageszeitung. Fast jeder vierte Jugendliche liest täglich eine Tageszeitung. 35 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren informieren sich regelmäßig in einer (gedruckten) Tageszeitung, 14 Prozent greifen hierzu auf die Online-Angebote der Verlage zurück. Zudem beschreibt jeder dritte Jugendliche das Lesen einer Tageszeitung als subjektiv (sehr) wichtig. Dieses grundsätzliche Interesse soll in dieser Unterrichtseinheit durch Zugriff auf Online-Angebote in einem geschützten Lernraum Berücksichtigung finden. Ein besonderes Anliegen ist es, dass eher schwache oder jüngere Leserinnen und Leser, die bisher aus verschiedenen Gründen nur wenig Interesse am Lesen von Tageszeitungen gezeigt haben, an dieses Medium herangeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen ersten Überblick über die News-Angebote der Plattform ich-will-lernen.de. Die kostenlose Lernplattform bietet unter anderem aktuelle Nachrichten in leichter Sprache, eine einseitige Online-Zeitung sowie kurze Lernspiele zur Förderung der Lesetechnik an, die auch für junge Lernende geeignet sind. Die Jugendlichen erarbeiten sich einige aktuelle Zeitungstexte selbstständig und lernen dabei verschiedene Lesestrategien kennen. Dabei wird zunächst durch die Fokussierung auf die Überschriften die Bedeutung des Leseinteresses thematisiert. In einem weiteren Schritt werden Lesestrategien kleinschrittig angeboten und sollen durch häufige Anwendung zur festen Leseroutine werden. Die Unterrichtseinheit wird durch die metakognitive Auseinandersetzung mit dem Thema, durch Selbstreflexionsbögen und Klassengespräche, vertieft. Die Lernspiele aus den Bereichen Lesen, Schreiben und Mathematik können bei Bedarf jeweils im Anschluss an eine Lese-Einheit eingesetzt werden. Um mit der Klasse oder der Lerngruppe auf der Plattform ich-will-lernen.de zu arbeiten, müssen Lehrkräfte eine Registrierung beantragen. Kursleitende benötigen ein Passwort, um online als Tutorin oder Tutor einen Kurs einzurichten und mit dem Lernportal zu arbeiten. Das Passwort kann kostenlos beim Team des DVV-Lernportals angefordert werden unter der Telefonnummer 0228/97 569-83 oder per E-Mail an koether@dvv-vhs.de. Im Anschluss kann die Lehrkraft die benötigten Schülerzugänge anlegen. Die Schülerinnen und Schüler können sich dann ganz einfach mit ihrem Passwort hier anmelden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich auf einer einfachen Website mit kurzen, aktuellen Lesetexten zu orientieren. Zunächst werden unterschiedliche Themen einer Zeitung erarbeitet, um unter anderem an das Leseinteresse der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Danach erhält die Lerngruppe die Gelegenheit, die eigenen Leseinteressen mit Bezug zu den möglichen Sachthemen einer Zeitung selbst einzuschätzen. Anschließend werden auf dem Portal ich-will-lernen.de in der Rubrik Unterhaltung Nachrichten über eine einfache Suchfunktion zu aktuellen Zeitungsthemen recherchiert und zugeordnet. Die einleitenden Übungen finden Sie in den folgenden Arbeitsblättern. Lesestrategien Nachdem die Schülerinnen und Schüler grundlegende Schwierigkeiten beim Lesen reflektiert haben, erhalten sie nun einen Überblick über grundlegende Verfahren für das Verstehen von Texten. Sie entnehmen selbstständig Informationen aus Texten, verknüpfen sie miteinander und verbinden sie mit ihrem Vorwissen. Dafür setzen sie verschiedene Lesestrategien, die sie nach der Methode Think-Pair-Share gemeinsam im Klassenverband erarbeitet haben, gezielt ein. Zur Vorbereitung auf die folgenden Übungen erhalten die Lernenden eine Anleitung zur Nutzung des Portals ich-will-lernen.de (Arbeitsblatt 5). Tippkarten Anschließend erproben die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lesestrategien. Die Lesestrategien, die nun auch auf mehreren Tippkarten präsentiert werden, sollen kopiert und ausgeschnitten und in einer Tipp-Kartenbox im Klassenzimmer angeboten werden (Arbeitsblatt 6). Die Schülerinnen und Schüler wählen nun Lesetexte am PC auf der Seite www.ich-will-lernen.de aus sowie eine Tippkarte. Mit dieser wird still gelesen, den Anweisungen der Tippkarten folgend. Austausch an der "Bushaltestelle" In einem weiteren Schritt sollen die Schülerinnen und Schüler zum Reflektieren über den Zeitungstext und zum Bewerten angeregt werden. Zum Austausch über den Text kann eine Partnerin oder ein Partner beispielsweise über die Bus-Stopp-Methode (vermeidet lange Wartezeiten auf den Wunschpartner und unterschiedliche Schülerinnen und Schüler kommen ins Gespräch) gefunden werden. Schülerinnen oder Schüler, die einen Text gelesen haben, gehen leise zur "Bushaltestelle" und warten dort, bis ein weiterer Mitschüler fertig gelesen und die Tippkarte bearbeitet hat. Dann tauschen sich die beiden aus und verwenden dabei bei Bedarf die Satzanfänge der Sprechblasen (Arbeitsblatt 7). Anschließend setzen sie ihre Stillarbeit mit einem weiteren Lesetext fort. Nachrichtenwand Wenn der Zeitungstext als besonders interessant eingestuft wird, dann kann er an einer Nachrichtenwand im Klassenzimmer ausgehängt werden. Die Schülerinnen und Schüler wählen interessante Lesetexte aus und heften diese an eine vorbereitete Nachrichtenwand im Klassenzimmer. Beispielsweise kann ein etwa zwei Meter breiter Streifen im Klassenzimmer mit Zeitungspapier behängt werden. Daran pinnen die Schülerinnen und Schüler Fotokopien ihrer Lesetexte, eventuell ergänzt mit Kommentaren und Bewertungen. Dadurch werden weitere Gespräche über die Nachricht angeregt. Individueller Lernzuwachs Abschließend wird über den individuellen Lernzuwachs einzelner Schülerinnen und Schüler gesprochen. In Einzelarbeit formulieren die Lernenden die Sätze zunächst selbst, tauschen sich dann mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler aus und berichten im Plenum von ihren Erfahrungen und ihrem Lernzuwachs. Lesemenge Zur Hinführung wird über die "Lesemenge" gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass durch das Viellesen eine Verbesserung der Lesefähigkeit erfolgen kann. Zum "Messen" der Lesemenge werden unterschiedliche Ideen gesammelt und vielleicht eine Dokumentationsidee für die Klasse übernommen. Alternativ kann die Kopiervorlage "Zeitungs-Lesewoche" genutzt werden. Dann erhalten die Schülerinnen und Schüler erneut Lesezeit, um still zu lesen und den anschließenden Austausch über einen Text zu trainieren. Alternative Diese Phase lässt sich auch über mehrere Wochen in den ersten zwanzig Minuten einer Unterrichtsstunde wiederholen. So lernen vor allem schwache Leserinnen und Leser, dass sie in Ruhe und in einem geschützten Raum Texte, die ihr Weltwissen erweitern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, lesen können. Am Ende der Woche kann eine Topliste der interessantesten Artikel erstellt werden. Dazu können mithilfe der gesammelten Artikel an einer "Nachrichtenwand" Punkte zu den interessantesten Artikeln geklebt und eine Top-Ten-Nachrichtenliste erstellt werden. Lesewoche Zu Beginn der Stunde überlegt die Klasse, wie sich die Lesemenge eines Lesers oder einer Leserin dokumentieren lässt. Im Idealfall erstellen die Jugendlichen eine eigene Dokumentation. Alternativ kann auf die Vorlage zurückgegriffen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen abschließend ihre Lesemenge "messen" und dadurch zum bewussten Viellesen animiert werden. In dieser Lesewoche ging es um aktuelle Zeitungstexte. Die Lernenden können auch weiterhin auf das Angebot der ich-will-lernen.de-Website zugreifen, da dort täglich mehrfach die Nachrichten aktualisiert werden. Aber auch auf andere Nachrichtenanbieter aus dem Internet kann zugegriffen werden. Reflexion Die Schülerinnen und Schüler ergänzen in der kommenden Woche ihre Dokumentation und tauschen sich über ihren Lesefortschritt aus. Abschließend reflektieren sie noch einmal ihren Lernzuwachs mit dem Selbsteinschätzungsbogen (Arbeitsblatt 4) aus der ersten Unterrichtsstunde und vergleichen, welche Unterschiede sich in ihren Einstellungen entwickelt haben. Das Vorgehen zum Lesen der Texte mit den Strategie-Tippkarten kann in den nachfolgenden Stunden auch wiederholt eingesetzt werden, um den Umgang mit den Texten zu trainieren und den Schülerinnen und Schülern Sicherheit zu verschaffen. Dies kann auch als Hausaufgabe zur Vorbereitung der folgenden Stunden aufgegeben werden. Wenn die Lernenden mit der Informationsquelle ich-will-lernen.de vertraut sind, dann können sie zu einem späteren Zeitpunkt eigenständig weitere Internetquellen nutzen (siehe Linksammlung auf ich-will-lernen.de).

  • Deutsch / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I
ANZEIGE
Zum Link