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Platzvergabe an Schulen: Warum eine chronische Erkrankung wie Diabetes oft kein Härtefall ist

Fachartikel

Was passiert, wenn die Wunschschule überfüllt ist und ein Kind wegen einer chronischen Erkrankung auf schnelle Hilfe angewiesen sein kann? Reicht etwa Diabetes Typ 1 aus, um bei der Schulplatzvergabe als besonderer Härtefall berücksichtigt zu werden? Mit dieser Frage musste sich das Verwaltungsgericht Berlin befassen. Die Platzvergabe an weiterführenden Schulen ist ein jährlich wiederkehrendes Thema für Familien und Lehrkräfte. Insbesondere bei vielen Anmeldungen reicht das Platzangebot oft nicht aus. Wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de mitteilt, hat das Verwaltungsgericht Berlin am 25. August 2025 entschieden, dass eine bestehende Erkrankung wie Diabetes mellitus Typ 1 im Regelfall keine Bevorzugung im Rahmen der Härtefallregelung begründet (AZ: 41 L 542/25). Ablehnung des Eilantrags bei der Vergabe von Schulplätzen Es ging um eine Schülerin, die im Schuljahr 2025/2026 von der Grundschule in die Jahrgangsstufe 7 einer Integrierten Sekundarschule in Berlin wechseln wollte. Die betroffene Schule verzeichnete für 104 zur Verfügung stehende Schulplätze insgesamt 315 Erstwunsch-Anmeldungen. Die Eltern wollten im Eilverfahren die Zuweisung eines Schulplatzes an der Wunscheinrichtung erreichen. Sie beriefen sich auf die Sonderregelung für besondere Härtefälle. Zur Begründung führten die Erziehungsberechtigten an, dass die Tochter seit Anfang 2023 an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankt sei und mit einer intensivierten Insulinpumpentherapie behandelt werde. Zwar sei das Kind bei ordnungsgemäßer Therapiedurchführung voll leistungsfähig, bei Notfällen oder Fehldosierungen jedoch auf rasche Hilfe angewiesen. Da das Schulpersonal eine kontinuierliche Betreuung nicht gewährleisten könne, sei eine geringe Entfernung der Schule zum Wohnort beziehungsweise zum Arbeitsplatz der Eltern erforderlich. Die Wunscheinrichtung sei in maximal 20 Minuten zu erreichen. Das Verwaltungsgericht Berlin wies den Eilantrag der Familie ab. Die Kammer entschied, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Vergabe der Schulplätze ordnungsgemäß angewendet wurden und kein Anspruch auf vorläufige Aufnahme besteht. Rechtliche Maßstäbe für Härtefälle An der betreffenden Schule war ein gesetzlich vorgeschriebenes Auswahlverfahren durchzuführen, erläuterte das Gericht. Nach Abzug der vorrangig aufgenommenen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden die verbleibenden 88 Plätze auf das Härtefallkontingent (8 Plätze), nach der Durchschnittsnote (53 Plätze) und das Loskontingent (27 Plätze) aufgeteilt. Die Schule hatte bei der Schülerin zu Recht keinen Härtefall angenommen, so das Gericht. Ein Härtefall liege gemäß § 56 Abs. 6 SchulG BE in Verbindung mit § 6 Abs. 2 Sek I-VO nur dann vor, wenn außergewöhnliche Umstände den Besuch einer anderen Schule als der gewünschten unzumutbar erscheinen lassen. Das Risiko einer möglichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes reiche für die Annahme einer Unzumutbarkeit nicht aus. Zudem begründe die Notwendigkeit rascher Hilfe im Notfall keine Pflicht zur Platzvergabe an der Wunscheinrichtung. Im medizinischen Notfall sei primär die Versorgung durch Ersthelfer an der Schule sowie den Rettungsdienst maßgeblich. Ein persönliches Eingreifen der Eltern sei rechtlich nicht zwingend erforderlich. Ergänzend stellte das Gericht fest, dass die dem Kind letztlich zugewiesene Ersatzschule sogar noch schneller von Wohnort und Arbeitsstätte der Eltern zu erreichen war als die Wunschschule. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Klimadiagramme beschreiben und auswerten

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Erdkunde / Geografie der Klassen 6–8 vermittelt den Schülerinnen und Schülern das Beschreiben und Auswerten von Klimadiagrammen nach Walter/Lieth in Europa. Anhand von Klimadiagrammen aus verschiedenen europäischen Orten analysieren sie Temperatur- und Niederschlagsverläufe, ordnen klima-tische Merkmale zu und beurteilen, wie sich klimatische Bedingungen auf geeignete Dachformen und nachhaltige Begrünungslösungen auswirken. Das Arbeitsblatt führt die Schülerinnen und Schüler schrittweise in die Auswertung von Klimadiagrammen nach Walter/Lieth ein. Der räumliche Schwerpunkt liegt auf Europa. Die Lernenden erarbeiten zunächst, welche Informationen ein Klimadiagramm enthält und welche Rückschlüsse sich aus dem Jahresverlauf von Temperatur und Niederschlag auf die klimatischen Bedingungen eines Ortes ziehen lassen. Dabei werden zentrale Fachbegriffe wie Jahresmitteltemperatur, Jahresniederschlag, humid und arid, Temperatur- und Niederschlagskurve sowie der Unterschied zwischen Klima und Wetter aufgegriffen. In Teil 1 bearbeiten die Lernenden ein Klimadiagramm von Hamburg-Fuhlsbüttel. Sie beschriften die Bestandteile des Diagramms und bestimmen unter anderem den niederschlagsreichsten und den kältesten Monat. Anschließend unterscheiden sie humide und aride Klimate anhand der Beziehung von Niederschlag und möglicher Verdunstung. In Teil 2 vergleichen die Schülerinnen und Schüler die Klimadiagramme von Lanzarote (Spanien), Edinburgh (Vereinigtes Königreich) und Capo Carbonara (Italien). Mithilfe eines Atlas ordnen sie die Diagramme passenden Ländern und Städten zu und verknüpfen die ablesbaren Merkmale mit kurzen Beschreibungen. Danach übertragen sie ihre Erkenntnisse auf den Zusammenhang von Klima und Dachformen: Sie ordnen verschiedene Dächer den Orten zu, begründen ihre Entscheidung mit Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen und beurteilen anhand dieser Informationen abschließend, welches Dach für den eigenen Ort geeignet wäre. Bei dieser Entscheidung können sie sich ebenfalls auf Klimadiagramme ihrer Stadt stützen. Teil 3 erweitert die fachliche Betrachtung um den Aspekt der Nachhaltigkeit und der Anpassung an den Klimawandel. Anhand eines Informationstextes zu Gründächern beurteilen die Schülerinnen und Schüler, welcher der drei untersuchten Orte für ein Gründach am ehesten geeignet wäre. Sie berücksichtigen dabei, dass Pflanzen ausreichend Licht und regelmäßigen Niederschlag benötigen, zugleich aber extreme Kälte, Hitze und Trockenheit problematisch sein können. Für eine 6. Klasse kann dieser Teil je nach Leistungsstand und verfügbarem Zeitrahmen entfallen; besonders geeignet ist er für die Jahrgangsstufen 7 und 8. Insgesamt bietet das Arbeitsblatt damit eine Verbindung aus Diagrammkompetenz, räumlicher Orientierung, klimatischer Anpassung, begründetem Urteilen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Lebenssituationen von Menschen in verschiedenen Klimazonen in Europa und ziehen Rückschlüsse auf die unterschiedliche Anpassung von Hausdächern. ordnen die Klimadiagramme Klimazonen in Europa zu. treffen begründete Zuordnungen und können fachlich fundiert argumentieren. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lesen Klimadiagramme nach Walter/Lieth und werten diese aus. geben Sachverhalte (Aufbau und Bestandteile eines Klimadiagramms) unter der Verwendung von Fachsprache wieder. Räumliche Orientierung (geographische Kompetenzen) Die Schülerinnen und Schüler verorten Klimadiagramme anhand eines Atlas innerhalb von Europa. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren ermittelte Ergebnisse adressatengerecht und verknüpfen dabei Alltags- und Fachsprache situationsgerecht.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Bewerbung schreiben und vorstellen üben

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 7–9 vermittelt den Schülerinnen und Schülern, wie sie aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben und Lebenslauf formulieren. Schreibanlass ist im vorliegenden Beispiel eine Bewerbung um ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt. Sie reflektieren eigene Stärken, analysieren Stellenanzeigen, untersuchen den Aufbau von Lebenslauf und Anschreiben, erkennen typische Fehler und verfassen eigene Texte für eine Bewerbung auch in digitaler Form. Die Unterrichtseinheit verbindet praxisnahes Bewerbungstraining mit sprachlicher Kompetenzförderung und ist thematisch im Berufsfeld des Kfz-Handwerks verortet. Das erste Arbeitsblatt aktiviert die Lernenden über eine gezielte Selbstreflexion: Sie setzen sich differenziert mit ihren eigenen Stärken und Interessen auseinander und gleichen diese mit dem Berufsbild der Kraftfahrzeugmechatronikerin bzw. des Kraftfahrzeugmechatronikers ab. Die Analyse zweier für die Altersgruppe passender Stellenanzeigen schult dabei das gezielte Lesen und Verstehen von Sachtexten. Das zweite Arbeitsblatt führt in die Textsorte Lebenslauf ein. Eingebettet in einen altersgerechten Kontext erkennen Schülerinnen und Schüler typische Fehler eines fehlerhaften Musterdokuments, erschließen sich über eine Mustervorlage gängige Gestaltungsregeln für einen Lebenslauf und übertragen ihr Wissen auf einen eigenen Lebenslauf, der ggf. schon als Vorlage zur Verfügung gestellt werden kann. Das dritte Arbeitsblatt widmet sich dem Anschreiben als zentralem Bestandteil der Bewerbungsmappe. Durch eine Rekonstruktionsaufgabe erschließen die Lernenden selbstständig Aufbau und Funktion der einzelnen Textbausteine. Dieses Wissen wird erneut auch für das Erstellen eigenen Bewerbungsunterlagen genutzt. Abschließend thematisiert die Einheit die Besonderheiten der digitalen Bewerbung und vermittelt grundlegende Regeln für eine professionelle Kommunikation per E-Mail oder Online-Formular. Die fiktive Figur Kim sowie die konstante Referenz auf denselben Betrieb und dieselben Stellenanzeigen sorgt für einen inhaltlichen roten Faden und schafft einen echten Schreibanlass: Am Ende der Einheit haben alle Lernenden einen Lebenslauf und ein Anschreiben für ihre Bewerbungsmappe erarbeitet. Das Bewerbungsschreiben gehört zu den zentralen Schreibanlässen, mit denen Schülerinnen und Schüler in der Schule und vor allem unmittelbar danach konfrontiert werden. Die Einbettung in den Kontext des Kfz-Handwerks macht das Thema für eine breite Zielgruppe zugänglich – unabhängig davon, ob die Lernenden diesen Berufsweg tatsächlich einschlagen möchten. Die Materialien können darüber hinaus im Rahmen des Girls' & Boys' Day eingesetzt oder als Vorbereitung auf ein Betriebspraktikum genutzt werden. Die Einheit setzt keine spezifischen Vorkenntnisse voraus. Erfahrungen mit einfachen Sachtexten sind ausreichend. Gegebenenfalls kann die Aktivierung von Wissen über das Verfassen von Briefen hilfreich sein. Die Einheit folgt einem handlungsorientierten Ansatz: Jedes Arbeitsblatt verbindet Analyse, Reflexion und eigene Textproduktion. Der narrative Rahmen rund um die Figur Kim senkt die Hemmschwelle, eigene Fehler zu erkennen, und schafft eine motivierende Distanz zum eigenen Schreiben. Teilweise ermöglichen die Aufgaben eine Binnendifferenzierung. Einzel- und Partnerarbeitsphasen wechseln sich ab und fördern sowohl selbstständiges als auch kooperatives Arbeiten. Als ergänzendes Material wird der Praxisleitfaden Bewerbung benötigt, auf den die Arbeitsblätter mehrfach verweisen und der den Schülerinnen und Schülern idealerweise zu Beginn der Einheit ausgehändigt oder für die Dauer der Unterrichtseinheit digital, z. B. über den QR-Code oder als PDF, zur Verfügung gestellt werden sollte. Für das Verfassen des eigenen Lebenslaufs und des Bewerbungsanschreibens benötigen die Lernenden zudem Zugang zu einem Computer oder Tablet, um diese direkt digital erstellen und für den späteren Gebrauch speichern zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… kennen Aufbau, Funktion und sprachliche Merkmale zentraler Bewerbungstexte (Lebenslauf, Anschreiben) und können diese situationsgerecht verfassen. untersuchen Sachtexte mit dem Ziel gezielter Informationsentnahme. bewerten Texte im Hinblick auf inhaltliche Vollständigkeit, sprachliche Angemessenheit und formale Korrektheit. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… nutzen digitale Informationsquellen gezielt zur Recherche von Berufsbildern, Ausbildungsmöglichkeiten und zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen. kennen die Besonderheiten digitaler Kommunikation im beruflichen Kontext und unterscheiden zwischen privater und formeller Online-Kommunikation. erstellen digitale Dokumente - Lebenslauf und Anschreiben - unter Berücksichtigung formaler und gestalterischer Anforderungen und können diese für eine digitale Bewerbung aufbereiten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… reflektieren ihre eigenen Stärken, Interessen und Kompetenzen und geben konstruktives Feedback. entwickeln durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Bewerbung eine realistische Selbsteinschätzung und stärken ihr Bewusstsein für die eigene berufliche Zukunft.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Konsonanten und Vokale

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

In dieser Einheit zur Rechtschreibung lernen die Schülerinnen und Schüler die Unterteilung unseres Alphabets in die beiden Buchstabengruppen "Konsonanten und Vokale" kennen. Dieses Basiswissen ist unabdingbar, um die Rechtschreibregeln zur Schreibung von doppelten Konsonanten sicher anwenden zu können. Übungen zum Thema festigen das Wissen. In dieser Unterrichtseinheit geht es um das Erlernen und die sichere Anwendung der vier Rechtschreibregeln zur Konsonantenverdopplung: Allen Menschen ist bekannt: Nach einem kurzen Vokal folgt ein doppelter Konsonant! Schreibe lieber statt zz, erst ein t und dann ein z. Schreibe auch, das ist ganz klar: ck statt kk! Nach l, m, n, r, das merke ja: Steht nie tz und nie ck! Das Thema "Konsonantenverdoppelung" nimmt in der Rechtschreibung einen großen Raum ein und betrifft die Schreibweise vieler Wörter der deutschen Sprache. Die Falschschreibung eines Wortes verschiebt auch dessen Bedeutung und Sinnentnahme und erschwert eine unmissverständliche schriftsprachliche Kommunikation. Die Lehrkraft sollte die Rechtschreibregel zur Schreibung von Wörtern mit doppeltem Konsonanten daher sicher beherrschen. Sie sollte Vokale und Konsonanten voneinander unterscheiden und begründen können, warum unser Alphabet in unterschiedliche Buchstabengruppen eingeteilt ist. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits lesen und schreiben können. Die Gliederung der Schriftsprache in Buchstaben, Buchstabengruppen und das Alphabet sollte ihnen geläufig sein. Didaktisch-methodische Analyse Die Basiskompetenz dieses Rechtschreibthemas ist das Abhören lang oder kurz gesprochener Vokale. Diese Abhörübungen sollten wiederholt geübt werden, um daraus die richtige Schreibung des Wortes entsprechend der Rechtschreibregel sicher abzuleiten. Abhörübungen sind wiederholt in den Unterrichtsverlauf eingebettet. Das Sprechen und Lesen von ähnlichen Wörtern: offen oder Ofen? wird anhand von Leseübungen geübt und überprüft. Die Schreibung der Wörter mit Konsonantenverdoppelung wird in unterschiedlichen Kontexten angewandt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die Buchstabengruppen Vokale und Konsonanten sicher voneinander unterscheiden und benennen. hören Wörter auf kurz oder lang gesprochene Vokale ab und versehen diese mit dem Länge- oder Kürzezeichen. benennen die Rechtschreibregeln zur Konsonantenverdoppelung sicher, begründen deren Schreibweise und wenden die Regeln sicher an. verstehen schriftliche Arbeitsanweisungen und setzen sie selbstständig um. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ miteinander. würdigen die Beiträge ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und nehmen sie in ihre Gedanken und Meinungen mit auf. reflektieren und dokumentieren ihren Lernzuwachs.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Private Krankenversicherung im Referendariat

Fachartikel / Video-Tutorial

Wie sieht Gesundheitsvorsorge eigentlich im Referendariat aus? Die Debeka klärt in diesem Artikel darüber auf, was Beihilfe ist und wie sie mit der privaten Krankenversicherung korreliert. Zudem werden Fragen rund um Beitragsrückerstattungen, die Anwartschaft und weitere nützliche Informationen zum Thema Versicherung im Vorbereitungsdienst geklärt.

  • Fächerübergreifend

Sprichwörter aus dem Mittelalter

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit "Sprichwörter aus dem Mittelalter" lernen die Schülerinnen und Schüler an sieben Stationen die Herkunft und die Bedeutung mittelalterlicher Sprichwörter kennen. Viele Sprichwörter aus dem Mittelalter sind uns zwar in unserem sprachlichen Alltag präsent, ihre Bedeutung und Herkunft jedoch kennen wir häufig nicht. Interessant sind sie für den Unterricht, weil sie in vielfältiger Weise aus dem Alltag des Mittelalters berichten und etwas von den Lebensweisheiten dieser Zeit preis geben. Zu Beginn der Unterrichtseinheit inszeniert die Lehrkraft eine Situation, die sie mit einem mittelalterlichen Sprichwort kommentiert. Beispiel: (Sollte es zufällig an diesem Tag regnen): "So ein Scheißwetter!" – das normalerweise aus pädagogischen Gründen zu vermeidende Vulgärwort "Scheiße" legitimiert sich durch eine ganz andere Bedeutung. "Scheiße" und Unrat, Müll und Abfall gab es im Mittelalter reichlich – aber niemanden, der für die Entsorgung verantwortlich war. Es muss fürchterlich gestunken haben. Aus diesem Grund waren die Menschen froh, wenn es regnete und der ganze Dreck weggespült wurde und mit ihm der fürchterliche Gestank verschwand. Das Thema "Sprichwörter aus dem Mittelalter" im Unterricht Sprichwörter aus dem Mittelalter ermöglichen den Schülerinnen und Schülern Einsicht in die Lebensweise der Menschen aus dieser Zeit. Die mündlich überlieferten Alltagserfahrungen gilt es zu deuten und zu interpretieren, auf den Ursprung der Entstehung zurückzuführen und in diesem Kontext das mittelalterliche Alltagsleben zu verstehen. Die Unterrichtseinheit "Sprichwörter aus dem Mittelalter" vermittelt konkrete Vorstellungen der mittelalterlichen Lebensweise und ist eine lebendige Bereicherung des Geschichtsunterrichts. Das Thema im Deutschunterricht eröffnet vielfältige Themenfelder: Die Veränderung von Sprache in Abhängigkeit von aktuellen Umwelt- und Lebensbedingungen, die Kenntnis unterschiedlicher Textsorten wie Sprichwörter, Aphorismen, Geschichten und Redewendungen. Vorkenntnisse Grundkenntnisse der mittelalterlichen Lebensweise sollten bekannt sein. Didaktische Analyse Die mittelalterlichen Sprichwörter vermitteln nachvollziehbare und konkrete Vorstellungen von der Lebens- und Denkweise der Menschen im Mittelalter. Die Veränderung der Lebensbedingungen, die Veränderbarkeit von Sprache, Sitten und Gebräuchen werden lebendig und erweitern das Geschichts- und Weltverständnis. Methodische Analyse Das "Lernen an Stationen" ermöglicht den Schülerinnen und Schülern viel Freiraum zur Gestaltung und Nutzung des eigenen Lernprozesses. Durch konkretes und veranschaulichendes Arbeitsmaterial werden Inhalte transparent und nachvollziehbar. Unterschiedliche und kreative Arbeitsmethoden fordern motivierte Bewältigung und Selbstbeteiligung heraus. Das Angebot selbst zu organisierender und mit Erfolg zu bewältigender Lernprozesse optimiert die Motivation, die Nachhaltigkeit und das Erreichen der angestrebten Lernziele. Mithilfe eines Laufzettels können die Schülerinnen und Schüler prüfen, ob sie alle Aufgaben gelöst haben und ihren Lernprozess daraufhin reflektieren. Den Stationen ist als zusätzliche Aufgabe ein Kartenspiel beigefügt. In Gruppen legen die Schülerinnen und Schüler die Karten verdeckt aus den Tisch. Ein Schüler zieht eine Karte und liest den anderen die Beschreibung des mittelalterlichen Sprichwortes vor. Wer zuerst das passende Sprichwort nennt, erhält einen Punkt. Die Arbeitsblätter können alternativ zur Stationsarbeit selbstverständlich auch in Einzel- oder Partnerarbeitsphasen im Unterricht eingesetzt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Abbildungen und Texten die passenden Sprichwörter zuordnen. können Texte zu ausgesuchten Sprichwörtern verfassen. können die Spielregeln einhalten und das erworbene Wissen spielerisch anwenden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig und entsprechend ihrem individuellen Lerntempo Aufgaben erfolgreich bearbeiten. können Texte interpretieren und Rückschlüsse daraus ziehen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ und unterstützen sich bei der Bearbeitung der Aufgabenstellungen. beachten die Spielregeln. würdigen und respektieren die Beiträge ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

kidnetting.de: Das Kinderportal der Stadt Ingolstadt

Fachartikel

kidnetting.de ist das Kinderportal der Stadt Ingolstadt und medienpädagogisches Projekt des Bürgerhauses. Die Schwerpunkte von kidnetting.de sind die Aufklärung über Gefahren des Internets, die kreative Arbeit mit neuen Medien sowie die Darstellung und Vernetzung der Angebote für Kinder in der Region. Der Fokus liegt dabei besonders auf kulturellen und freizeitpädagogischen Angeboten der Region für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren. Neben dem Internetangebot bietet kidnetting.de auch Kurse für Heranwachsende an, in denen auf die Gefahren des Internets hingewiesen wird, aber auch kreative Inhalte für die Website entstehen. Das Portal ist Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Seitenstark", die für qualitativ hochwertige Kinderwebseiten steht.

  • Computer, Internet & Co.

Zeitreise mit Trompi: Geschichte der Trompete

Fachartikel

Auf www.trompis-zeitreise.de ist die Entwicklungsgeschichte der Trompete virtuell und interaktiv für Kinder abrufbar. Das Portal bietet neben instrumentenkundlichen Informationen zur Historie des Blechblasinstrumentes umfangreiche sozial- und entwicklungsgeschichtliche Details zu den verschiedenen Epochen. Die Reise in die Geschichte der Trompete beginnt im Trompetenmuseum Bad Säckingen mit dem Besuch eines Trompeters - verkörpert von Jochen Keller, Trompeter und Konzertpädagoge der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Er schläft ein und trifft auf den Trompetengeist Trompi, der ihn in verschiedene Epochen mitnimmt und am Leben der damaligen Zeit teilhaben lässt. Begonnen am Lagerfeuer in der Urzeit durchläuft Keller in kleinen Einheiten alle Epochen bis hin zur Neuzeit. Videos und Texteinheiten geben im jeweiligen historischen Abschnitt nicht nur Auskunft über die Geschichte der Trompete von typischen Werken über Techniken bis hin zu Entwicklungsschritten, sondern zeichnen in kleinen Lernschritten ein Gesamtbild der einzelnen Epochen.

  • Computer, Internet & Co.
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