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Demokratie und politisches System der BRD: Klausur mit Lösungen und…

Kopiervorlage

Dieses Klausurpaket zum Thema "Demokratie und politisches System in der BRD" enthält Aufgabenstellungen mit Bearbeitungshinweisen, eine Musterlösung sowie eine Punkteverteilung mit Benotungsvorgaben.Die Klausur bezieht sich auf folgende Fachinhalte: Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland Konzept der repräsentativen Demokratie am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland Konzept der direkten Demokratie mit sachlicher Beurteilung von Vor- und Nachteilen Prinzip des Föderalismus in der Bundesrepublik Deutschland und die daraus folgenden Konsequenzen für die Gesetzgebung Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten vier Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungsstufen: Sie nennen zentrale Begriffe und erklären diese, erläutern komplexe Zusammenhänge und formulieren ein begründetes Sachurteil. Die Bearbeitungszeit beträgt maximal 45 Minuten. Aus dem Schwierigkeitsgrad und dem Umfang der Antwort ergibt sich die Höhe der erreichbaren Punktzahl bei den einzelnen Aufgaben. Insgesamt können 100 Punkte vergeben werden. Die Benotung erfolgt auf der Grundlage gängiger Bewertungsvorgaben. Fachkompetenz Zur Bearbeitung der Aufgaben kennen die Schülerinnen und Schüler die Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland und ihre jeweilige Bedeutung: Demokratie, Rechtsstaat, Bundesstaat und Sozialstaat. das Konzept und die Funktionsweise einer repräsentativen Demokratie. das Konzept der direkten Demokratie und die damit verbundenen Vor- und Nachteile. das Prinzip des Föderalismus, die Umsetzung im Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Gesetzgebung: ausschließliche Gesetzgebung des Bundes, ausschließliche Gesetzgebung der Länder und konkurrierende Gesetzgebung.

  • Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

E-Partizipation beim "Kölner Bürgerhaushalt"

Video

Das Unterrichtsmaterial erklärt in kurzen Videos, wie die Stadt Köln seinen Bürgerinnen und Bürgern ein Online-Werkzeug an die Hand gibt, mit dem sie die Ausgabenpolitik der Stadt mitgestalten können. Das Internet bietet neue Möglichkeiten in der Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Institutionen. Mit dem Online-Werkzeug "Kölner Bürgerhaushalt" ist es den Einwohnerinnen und Einwohnern möglich, selbst Vorschläge und Ideen einzureichen. Die beliebtesten Vorschläge können es bis in den Haushalt der Stadt schaffen. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger ein Instrument, selbst Einfluss zu nehmen. Die Stadt will so ein "Stadtgespräch" initiieren und kann sich ein besseres Bild von den Bedürfnissen der Bevölkerung machen. Die Videos lassen sich als Material und Anregung für eigene Unterrichtsideen im Politikunterricht nutzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen neue Formen der Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Politik kennen. diskutieren Vor- und Nachteile einer Bürgerbeteiligung im Internet. setzen sich mit neuen Möglichkeiten der direkten Demokratie auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten Informationen aus kurzen Videos heraus. setzen sich kritisch mit den gezeigten Statements auseinander. Das Video erklärt, was ein Bürgerhaushalt ist und was er mit E-Demokratie zu tun hat. Das Video fragt, zu welchen Themen der Bürgerhaushalt genutzt wird und ob er zu einer dauerhaften Einrichtung werden soll. Das Video fragt, ob der Bürgerhaushalt die Demokratie verändert und direkter macht und wie stark sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Das Video stellt die Frage nach der Übertragbarkeit des Modells auf Länder- und Bundesebene. Das Video stellt die Frage nach Vor- und Nachteilen einer Bürgerbeteiligung per Internet. Das Video fragt den Experten nach seinem Verständnis einer E-Demokratie.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Andi 2 - Islamismus vom Islam trennen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit wurde entwickelt, um die Ziele der Demokratie-Erziehung und der Terrorismus-Prävention unter Einsatz des Comic-Heftes "Andi 2" bei Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe besser erreichen zu können. Sie ist besonders auf muslimische Schülerinnen und Schüler ausgerichtet.Die große Mehrheit der in Deutschland verwurzelten Muslime lehnt jegliche Gewalt im Namen der Religion ab und fühlt sich dem freiheitlichen Verfassungsstaat verbunden. Damit das auch künftig so bleibt, sollte vor allem die muslimische Jugend in ihrer Position psychologisch und kognitiv gestärkt werden. Dieses Ziel lässt sich unter anderem durch Demokratie-Erziehung und Terrorismus-Prävention im Allgemeinen in der Schule und in besonderer Weise im Islamkunde-Unterricht erreichen. Eine geeignete Basis für dieses Unterfangen bietet das vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen im September 2007 herausgegebene Comic-Heft "Andi 2", das auch mit dem seit August 2009 gültigen neuen Lehrplan für Islamkunde in NRW im Rahmen der Themeneinheit "Kein Zwang in der Religion?" über religiöse Toleranz kompatibel ist. Ein origineller Einstieg in ein ernstes Thema Ausgehend von der Tatsache, dass sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe als die Erfahrenen der Sekundarstufe I betrachten und dementsprechend wenig Verständnis für klassische oder bekannte Unterrichtmethoden haben, ermöglicht das Comic-Heft "Andi 2" einen originellen Einstieg in das Thema "Terrorismus-Prävention und Demokratie-Erziehung". Material tangiert Lebenswirklichkeit muslimischer Jugendlicher Zudem hat dieses Thema einen direkten Bezug zu den Themeneinheiten "Religion und Politik" sowie "Krieg und Frieden" aus dem Curriculum für das Fach "Islamkunde in deutscher Sprache". Außerdem tangiert die Andi-Geschichte in direkter Weise die Lebenswirklichkeit der muslimischen Jugendlichen mit all ihren Problemen während der Suche nach einer ersehnten Ausbildungsstelle und weist auf die Hürden hin, die sie bei der Entwicklung einer mündigen Identität eventuell nehmen müssen. Begriffliche Einführung in den Islam Zunächst beschäftigen sich die Lernenden mit Fachbegriffen, analysieren die Gehirnwäsche des Hasspredigers und fragen sich, was der Islam mit Menschenrechten zu tun hat. Weitergehende Beschäftigung mit dem Islam Abschließend befassen sich die Jugendlichen mit den Begriffen "Demokratie" und "Islam", absolvieren ein Quiz und halten in Dreier-Gruppen Referate über verschiedene Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet, um sich einen Überblick über die zentralen Begrifflichkeiten bezüglich des Themas zu verschaffen. erarbeiten anhand von Facetten der islamischen Geschichte und Koranversen Grundkenntnisse, um argumentativ themenbezogen diskutieren zu können. dokumentieren in Gruppenarbeit lebensnahe themenbezogene Situationen und können sich selbst damit kritisch auseinandersetzen. können mit dem Comic-Heft "Andi 2" kreativ und aktiv umgehen. werden in ihrer Zivilcourage und ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, gegen jegliche religiöse Manipulation. Der Inhalt wird in Partnerarbeit reflektiert Der Einstieg in das Thema erfolgt durch eine Folie vom Deckblatt des Comic-Heftes. Die Schülerinnen und Schüler erraten unter Anleitung der Lehrkraft, um was es sich im Comic gehen könnte. Anschließend werden die Lernenden mit dem Comic-Heft versorgt und damit beauftragt, das Heft bis Seite 28 durchzulesen. Wer als erster mit dem Lesen fertig wird, der bildet mit dem nächsten fertigen Lernenden eine Zweier-Gruppe. Nach dem gleichen Prinzip gehen alle Schülerinnen und Schüler, abhängig von ihrer Lesegeschwindigkeit, in die Partnerarbeit über und erhalten von der Lehrkraft das Arbeitsblatt 1, um damit den Inhalt des Comic-Heftes in Partnerarbeit zu reflektieren. Die Ergebnisse der schriftlich aufgezeichneten Reflexion werden im nächsten Schritt vorgestellt, jedoch noch nicht zur Diskussion gestellt. Beendet wird die Stunde mit der Frage "Warum hat der Prediger Murat eine Gehirnwäsche verpasst?" als Hausaufgabe. Was weiß die Klasse über den Islam? Zu Beginn der zweiten Stunde tauschen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst über die Hausaufgabe aus. Nach einer ausführlichen Diskussion über die möglichen Gründe der Gehirnwäsche erhalten sie Arbeitsblatt 2 zur Bearbeitung. Im Anschluss an die Auseinandersetzung mit Arbeitsblatt 2 stellt die Klasse erfahrungsgemäß fest, dass sie im besten Fall nur sehr geringfügig über den Islamismus informiert ist - das Gegenteil war in unseren bisherigen Stunden nicht der Fall. Um diesem Zustand entgegenzusteuern, schlägt die Lehrkraft vor, sich mit den Bedeutungen der Fachbegriffe zum Thema Islamismus auseinanderzusetzen. Fachbegriffe werden erarbeitet Dazu passend enthält das Arbeitsblatt 2 auch eine Nacharbeit, die eventuell als Hausaufgabe aufgegeben werden kann. Da die Nacharbeit ohne ein Wörterbuch oder das Internet kaum zu bewältigen sein wird, sollten den Schülerinnen und Schülern in der dritten Stunde für die Auseinandersetzung mit ausgewählten Fachbegriffen zum Thema Islamismus Zeit, Raum und Nachschlagewerke zur Verfügung gestellt werden. Abgerundet wird der Wortschatzerweiterungsprozess mit dem Auftrag auf Arbeitsblatt 3, wo die Lernenden, je nach Niveau und Stärke der Klasse in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit, verschiedenen Fachbegriffen die richtigen Bedeutungen zuordnen sollen. Die Begegnung mit dem Hassprediger Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler in begrifflicher Hinsicht mit dem Islamismus ausführlich befasst haben, wird in der vierten Unterrichtsstunde die Begegnung mit dem Hassprediger simuliert. Durch die Frage "Wie hättest du anstelle von Murat reagiert?" werden freiwillige Schülerinnen und Schüler vor die Herausforderung gestellt, sich gegen die Gehirnwäsche des Hasspredigers zu wehren. Dabei sollen sie feststellen, dass die Behauptungen eines Islamisten in sich schlüssig erscheinen und ohne genaueren Korankenntnisse nur schwer zu widerlegen sind. Auseinandersetzung zwischen Islamist und Muslim Im Anschluss an ein kurzes Gespräch über die Demagogie des Hasspredigers stellt die Lehrkraft ausgewählte Koranverse vor, die argumentativ die Unwahrheit des Islamismus darlegen. Zum Zweck der kritisch-analytischen Auseinandersetzung sowie zur Verfestigung und Reflexion der vorgegebenen Koranverse erarbeitet die Klasse in Einzelarbeit Arbeitsblatt 4. Anschließend führen zwei schauspielerisch begabte Lernende die Auseinandersetzung zwischen "Islamist und Muslim" vor der Klasse auf. Die Entstehung der Menschenrechte Die fünfte Stunde eröffnet die Lehrkraft mit durcheinandergebrachten Sätzen auf einer Folie. Hierbei handelt es sich um Aussagen, die die grundlegenden Merkmale der Menschenrechte wiedergeben. Die Lehrkraft fordert die Schülerinnen und Schüler dazu auf, die Satzglieder in der richtigen Reihenfolge gemeinsam zu nummerieren und lässt die geordneten Sätze an die Tafel bringen. Ausgehend vom Tafelbild geht die Lehrkraft in einem kurzen Input-Vortrag auf die Entstehung der Menschenrechte im historischen Kontext ein und stellt folgende Frage in den Raum: "Inwiefern hat der Islam mit Menschenrechten zu tun?". Menschenrechte im Islam Erfahrungsgemäß werden die Lernenden sagen, dass der Islam großen Wert auf die Menschenrechte legt und bestätigen, dass die Menschenrechte im Koran vorkommen. Allerdings werden die Aussagen der Schülerinnen und Schüler nicht darüber hinausgehen, so dass sie in Einzel- oder Partnerarbeit durch das Arbeitsblatt 5 an die "Menschenrechte im Islam" herangeführt werden. Beendet wird die Stunde mit einem Vergleich. Dieser zielt darauf ab, den Inhalt der Abschiedspredigt von Prophet Muhammed mit den Merkmalen der Menschenrechte auf Ähnlichkeiten hin zu untersuchen. Kafirun-Sure und der Vertrag von Medina Die sechste Stunde beginnt mit der Herstellung eines Akrostichons für die Begriffe "Demokratie" und "Islam". Während der Brainstorming-Phase befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit zwei Begriffen, die der Hassprediger für unvereinbar erklärt hat. Erfahrungsgemäß stellt sich am Schluss heraus, dass sowohl "Demokratie" als auch "Islam" mit ähnlichen, wenn nicht sogar mit gleichen Adjektiven beschrieben werden. Nach einer ausführlichen Besprechung der Akrostichonergebnisse stellt die Lehrkraft als Beweis für die Vereinbarkeit von Demokratie und Islam die Kafirun-Sure sowie den Vertrag von Medina auf einem Plakat in den Vordergrund. Nachdem die Jugendlichen den demokratischen Ansatz aus der Kafirun-Sure und aus dem Vertrag von Medina abgeleitet haben, erhalten sie als Hausaufgabe das Arbeitsblatt 6. Quiz über "Muslime in NRW" Ausgehend von dem Info-Text "Muslime in NRW" auf den Seiten 36 bis 37 des Comic-Heftes "Andi 2" wird die Klasse in der siebten Stunde mithilfe eines Quizspiels mit den Fragen auf dem Arbeitsblatt 7 konfrontiert. Hierbei schlüpft die Lehrkraft in die Rolle des Quizmasters und fordert die Schülerinnen und Schüler auf, in Vierer-Gruppen an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Die Sprecher der Gruppen notieren ihre Antworten auf Kärtchen und geben sie nach jeder Frage dem Quizmaster. Parallel zum Quizspiel notiert die Lehrkraft den aktuellen Punktestand an die Tafel. Am Ende wird die Siegergruppe mit Applaus oder einem Geschenk belohnt. Den Horizont der Schülerinnen und Schüler erweitern Nach der Siegerehrung werden die falschen Antworten mithilfe des Info-Texts "Muslime in NRW" aus dem Comic-Heft berichtigt. Diese Phase wird unter Anleitung der Lehrkraft als Reflexionsphase fortgesetzt, so dass die Lernenden begründen können, wie sie auf die richtigen Antworten gekommen sind beziehungsweise warum sie die Fragen falsch oder gar nicht beantwortet haben. Damit der informative Inhalt der Stunde zu einem nachhaltigen Lernerfolg führt, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler nach der Berichtigungsphase die Zusatzaufgabe auf der zweiten Seite von Arbeitsblatt 7 und stellen ihr Stellungnahme zum Koranvers der Klasse vor. Vier Referats-Themen Beendet wird die Unterrichtseinheit mit Referaten, dafür sollten mindestens zwei Unterrichtsstunden einkalkuliert werden. Die Referat-Arbeit ist so konzipiert, dass für die Vorbereitung und das Referieren jeweils eine Stunde erforderlich ist. Vor der Vorbereitung der Referate bilden die Schülerinnen und Schüler Dreier-Gruppen und erhalten anschließend nach dem Zufallsprinzip eines der Arbeitsblätter 8.1 bis 8.4. Damit möglichst viele Lernende erfassen können, wie die Referat-Arbeit zu gestalten ist, trägt die Lehrkraft die auf jedem Arbeitsblatt stehenden Anweisungen nochmals vor. Themen und Fachbegriffe der Unterrichtseinheit miteinbeziehen Anschließend sollte darauf hingewiesen werden, dass jede Gruppe ein anderes Referatthema bearbeitet. Somit werden lästige Spickversuche und unnötige Zeitverschwendungen größtenteils verhindert. Während der Vorbereitungen werden die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, die vorangegangenen Themen und Fachbegriffe aus dieser Unterrichtsreihe in das Referat einzubeziehen. Jene Gruppen, die für die Vorbereitung des Referates mehr als eine Unterrichtsstunde brauchen, arbeiten an ihrer Aufgabe zusätzlich in ihrer Freizeit. Die Klasse bewertet die Referate Den Höhepunkt bildet dann die letzte Stunde, in der die Gruppen ihre Referate halten. Nach ihrem Vortrag verlassen die Referentinnen und Referenten für ein paar Minuten die Klasse, damit die Schülerinnen und Schüler, die sich das Referat angehört und die Vortragenden befragt haben, eine Note vergeben können. Dies geht so: Jeder schreibt seine Note auf ein Zettelchen und gibt es der Lehrkraft. Die Lehrerin oder der Lehrer berechnet anschließend den Notendurchschnitt, teilt diesen den bis dahin abwesenden Referenten mit und holt sie zugleich wieder in die Klasse zurück. So hält jede Gruppe ihr Referat. Zudem praktizieren alle Schülerinnen und Schüler durch die mehrmalige Vergabe einer Referatsnote den "Gang zur Wahlurne" und vollziehen somit eine urdemokratische Handlung selbst.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Bundestagswahlen: Ablauf und Wahlrecht

Unterrichtseinheit

Mithilfe der Online-Angebote des Bundestags zum Thema "Bundestagswahlen" bauen die Schülerinnen und Schüler Grundlagenwissen zum Ablauf von Bundestagswahlen und Wahlrecht auf und erweitern vorhandene Kenntnisse. Neben dem Portal www.bundestag.de hält der Bundestag mit www.mitmischen.de und www.kuppelkucker.de auch zwei Angebote speziell für Kinder und Jugendliche bereit. Diese Seiten kommen in dieser Unterrichtseinheit zum Einsatz: Schülerinnen und Schüler werden zur aktiven Recherche auf den Jugendseiten des Bundestages angeleitet, um ihr Wissen zum Themenfeld Bundestagswahl zu erweitern. Die Sequenz ist flexibel einsetzbar und vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Bundestagswahl. Grundlagenwissen aufbauen, Handlungsfähigkeit vermitteln Die Aufgaben und Ziele der politischen Bildung zielen auf das Bild der "mündigen Bürgerinnen und Bürger" ab: Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß der Vorgaben für den Politikunterricht über ihr Grundlagenwissen hinaus eine selbstständige politische Urteils- und Handlungsfähigkeit entwickeln, um hieraus zu einer aktiven Mitwirkung in gesellschaftspolitischen Entscheidungsprozessen zu gelangen. Wahlen sind in einem demokratischen Staatswesen eine der grundlegenden Aufgaben der Staatsbürgerinnen und -bürger und somit ist das Wissen darum die Basis für die Demokratiekompetenz der Lernenden – und zukünftigen Wählerinnen und Wähler. Modularer Aufbau – flexibel einsetzbar Die Unterrichtseinheit ist so gestaltet, dass Lehrkräfte auch in einer einzelnen (Vertretungs-)Stunde mit ihren Schülerinnen und Schülern Inhalte zur Bundestagswahl erarbeiten können. Die einzelnen Kapitel sind modular aufgebaut und können auch einzeln oder in einer anderen Reihenfolge aufgegriffen werden. Module der Unterrichtseinheit "Bundestagswahlen" 1 – Die Bedeutung von Wahlen in einer Demokratie Die Lernenden erarbeiten die Grundlagen des Wahlsystems für eine parlamentarische Demokratie und begründen in Form eines Werbespots, warum man wählen gehen sollte. 2 – Die Wahlgrundsätze Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die Bedeutung demokratischer Wahlprinzipien. Sie grenzen hiervon nichtdemokratische Wahlsysteme ab. 3 – Das Wahlrecht Mithilfe einer Internetrecherche erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die gesetzlichen Grundlagen des deutschen Wahlsystems und das festgelegte Verfahren für eine Bundestagswahl. 4 – Die Fraktionen im Bundestag In einer Bundestagswahl stehen die politischen Parteien in einem Ideenwettbewerb um die Gunst der Wählerstimmen. Die Lernenden analysieren ihre Grundsatzprogramme. 5 – Der Ablauf der Wahlen Die Lernenden entwerfen einen Video-Spot, der Neuwählerinnen und Neuwähler über den Ablauf einer Bundestagswahl informiert. Die Umsetzung des Spots zu einem Videoclip kann in einer Vertretungsstunde erfolgen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen die Bedeutung von Wahlen in einem demokratischen System. erarbeiten sich zentrale Informationen zum Wahlablauf und zur Stimmenauszählung. erklären das in der Bundesrepublik geltende Wahlrecht in seinen Grundzügen. verstehen die Bedeutung des Ideenwettkampfs der Parteien im Wahlkampf und kennen die Grundsätze der im Bundestag vertretenen Parteien. werden für das Phänomen der Wahlmüdigkeit oder Politikverdrossenheit sensibilisiert. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sammeln durch Internetrecherchen auf den Jugendseiten des Bundestages (wie www.mitmischen.de ) gezielt Informationen. nutzen Internetquellen, um Informationen zu recherchieren. präsentieren erarbeitete Inhalte. nutzen interaktive Online-Angebote. verwenden Web-2.0-Tools wie Wikis oder Blogs zur Ergebnissicherung. erstellen Videos als Präsentationsform und laden sie auf einem Videoportal hoch. stellen mithilfe von Quizsoftware, Homepagegenerator oder Präsentationssoftware Arbeitsergebnisse als Frage-Antwort-Quiz vor. Hintergrund Als eines der wichtigsten Verfahren, bei denen die Souveränität der Staatsbürgerinnen und -bürger und die demokratische Mitbestimmung zum Tragen kommen, haben Wahlen einige zentrale Aufgaben: Legitimierung des politischen Systems, der Zusammensetzung des Bundestages als gesetzgebende Gewalt in Deutschland und der Regierung als Exekutivorgan. Entscheidung darüber, welche politischen Ziele und Themen sich im Ideenwettbewerb der Parteien durchsetzen und somit indirekt die Mitbestimmung über die Staatsausgaben. Repräsentation einer pluralistischen Gesellschaft und der unterschiedlichen Interessenslagen mit dem Ziel, einen Interessensausgleich herbeizuführen. Einbindung der Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse und Stärkung der Identifizierung mit dem parlamentarisch-demokratischen System. Überprüfung des eigenen Standpunktes und kritische Urteilsbildung bei der wahlberechtigten Bevölkerung. Einstieg im Plenum Den Schülerinnen und Schülern wird ein Spruch gezeigt, der zur aktiven Teilnahme an Wahlen motivieren soll: "Wenn du dich nicht entscheidest, dann verlasse ich dich. Deine Demokratie " (als Grafik oder Tafelanschrieb). Die Lernenden werden aufgerufen herauszufinden, warum es das Ende der Demokratie bedeutet, wenn Staatsbürgerinnen und -bürger von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machen. Sie benennen Gründe hierfür und schildern, welche Folgen dies für jede und jeden einzelnen haben könnte. Die erwarteten Antworten können eine Übernahme der Macht durch Extremisten oder Vertretungen finanzstarker Institutionen erwähnen, ebenso einen allmählichen Umbau der demokratischen Ordnung in ein autoritäres System oder sogar einen Zusammenbruch der Ordnung. Dass Wahlen und Demokratie zusammengehören, wird den meisten intuitiv verständlich sein, die Begründungen über die Bedeutung der Wahlen in einer Demokratie sind voraussichtlich aber noch wenig konkret. Die Antworten werden gesammelt und sichtbar notiert, wobei die Lehrkraft bereits eine Gliederung nach den Einzelkapiteln der Unterrichtseinheit vornehmen kann. Die Lernenden werden in Zweiergruppen aufgeteilt und recherchieren online die Bedeutung von Wahlen und machen sich mit Argumenten vertraut, die zu einer aktiven Teilnahme an den Wahlen aufrufen. Die einzelnen Spots können in Gruppen- oder Partnerarbeit mithilfe einer Schnittsoftware zu einem Spot zusammengefügt und auf ein Videoportal geladen werden. Klassenintern oder über die Klasse hinaus kann für die eigenen Spots geworben um um Feedback gebeten werden. Die Schülerinnen und Schüler können anschließend die Reaktion der Zuschauerinnen und Zuschauer anhand der Kommentare zu ihrem Spot auswerten. Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler greifen die zum Einstieg gesammelten Gedanken auf und reflektieren diese mithilfe ihres neu erworbenen Wissens. Sie konzipieren anschließend gemeinsam und mit Unterstützung durch die Lehrkraft einen kurzen Fernsehspot, in dem jede und jeder mit einer Kurzaussage begründet, warum sie oder er wählen gehen wird. Hierin verarbeiten die Lernenden die recherchierten Argumente und Fakten und verbinden diese mit einem persönlichen Apell. Jede der zuvor gebildeten Gruppen formuliert hierfür einen eigenen Text/Kurzaussage. Nach einem bis zwei Probedurchläufen werden die Aussagen gefilmt. Hintergrund Auch Diktaturen lassen Wahlen abhalten – doch selten genügen diese den Grundsätzen einer demokratisch abgehaltenen Wahl, die den Willen der Wahlbevölkerung repräsentiert. In Deutschland wird das verfassungsmäßige Fundament demokratischer Wahlen im Artikel 38 des Grundgesetzes festgelegt: "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt." Die Einhaltung der Wahlgrundsätze überprüft der Wahlprüfungsausschuss des Bundestages, an den sich jede Bürgerin und jeder Bürger wenden kann. Einstieg im Plenum Zur Einarbeitung der Schülerinnen und Schüler in Funktion und Bedeutung der Wahlgrundsätze werden sie von der Lehrkraft dazu aufgerufen, Beispiele zu finden, die diesen Prinzipien nicht entsprechen oder in einem krassen Gegensatz dazu stehen. Dafür werden die fünf Prinzipen an die Tafel/Flipchart geschrieben, und die Lernenden nennen entsprechende Modelle. Die erwarteten Antworten werden wahrscheinlich historische Beispiele aufgreifen oder an tagespolitische Medieninformationen über autoritäre Regime anknüpfen. Die Lehrkräfte sind dabei aufgerufen, Beispiele, die nicht das Wahlrecht direkt betreffen (grundsätzliche Verstöße gegen demokratische Prinzipien oder Menschenrechtsverletzungen) herauszufiltern. Mögliche Nennungen, die notiert werden können, wären beispielweise: Zensuswahlrecht, keine Wahlberechtigung für bestimmte Bevölkerungsgruppen, Zwang und Druck bei der Stimmabgabe, Einparteien- oder Einkandidatenlisten, Privilegierung bestimmter Personengruppen. Denkbar ist ebenfalls die Erwähnung von Wahlmanipulationen bei der Stimmenauswahl, die von den klassischen Wahlgrundsätzen abzugrenzen sind. Anschließend sollen die Lernenden grundlegende Fakten zu den Wahlgrundsätzen recherchieren. Es bietet sich an, für jeden der Wahlgrundsätze ein oder mehrere Expertenteams zu ernennen und zusätzlich eine Gruppe aufzustellen, die sich über die Einhaltung der Wahlgrundsätze informiert. Ergebnissicherung Die Lernenden halten zunächst ihre Arbeitsergebnisse in einem Glossar fest, auf das alle zugreifen können. Dies kann in Form eines Wikis oder eines Blogs geschehen. Arbeitsgruppen, die das gleiche Recherchethema erarbeitet haben, erstellen gemeinsam den entsprechenden Lexikoneintrag. Dieses Glossar wird für alle weiteren Kernbegriffe weitergeführt, die im Verlauf der Unterrichtseinheit bearbeitet werden. Anschließend werden Quizkarten zum Thema im Frage-Antwort-Stil erstellt, die sich an Formate wie "Wer wird Millionär?" beziehungsweise "Trivial Pursuit" anlehnen können. Beim Verfassen der richtigen Antwort sollen die Lernenden eine Kurzerklärung verfassen. Solche Lernkarten können in einem Textverarbeitungsprogramm erstellt werden, wobei Vorder- und Rückseiten anschließend ausgedruckt und aneinandergeklebt werden. Alternativ kann man die Fragen und Antworten mithilfe von PowerPoint-Folien gestalten oder mit einer Quizsoftware arbeiten. Wichtig ist, dass alle Arbeitsgruppen mit der gleichen Methode oder Formatierung arbeiten, damit sich später ein kompletter Spielsatz ergibt, in dem alle Gruppen ihr Wissen zusammentragen. Die Schülerinnen und Schüler spielen das Quiz durch und erhalten somit das Faktenwissen der Themen aus den jeweils anderen Arbeitsgruppen. Nachhaltige Ergebnisnutzung Das erstellte Glossar, aber auch das Quiz kann auch im Rahmen der Behandlung von anderen politischen Themen genutzt und erweitert werden. Durch die aktive Beschäftigung mit den Inhalten wird sichergestellt, dass sich die Lernenden die Begriffe besser merken können. Die Lernenden greifen je ein Beispiel aus der Einstiegsphase auf, bei dem sie zu Beginn eine Verletzung der Wahlgrundsätze ausmachten. Sie recherchieren frei im Internet oder im Schulbuch nach den historischen oder aktuellen politischen Hintergründen. Denkbare Themen wären Frauenwahlrecht, Dreiklassenwahlrecht, Wahlmänner/-frauen in den USA, Einparteienstaat/DDR. In der Folgestunde werden die neu gewonnen Erkenntnisse ausgetauscht und die Ergebnisse dem allen zugänglichen Glossar zugefügt. Hintergrund Das Wahlrecht gehört zu den politischen Grundrechten, dennoch sind die konkreten Bestimmungen teilweise recht komplex und breit gefächert. Grundsätzlich versteht man unter dem Wahlrecht alle gesetzlichen Bestimmungen, die das Verfahren von Wahlen in Deutschland regeln. Dies betrifft: Die Definition der Staatsbürgerin beziehungsweise des Staatsbürgers und des Personenkreises, der aktiv oder passiv am Wahlgeschehen teilnehmen kann. Das geltende Wahlsystem, das Zusammenspiel von Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht und die damit zusammenhängende Bedeutung von Erst- und Zweitstimme bei der Stimmabgabe. Den Ablauf der Wahl. Die Funktion und Befugnisse der Wahlleitung und der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Den Turnus der Wahlen. Das Verfahren für die Stimmauswertung, die Vergabe der Mandate und somit die Zusammensetzung des neugewählten Bundestages. Einstieg im Plenum Die Schülerinnen und Schüler entwickeln zusammen eine MindMap oder ein Cluster zum Kernbegriff "Bundestagswahl". Dieses Vorwissen wird dabei an Flipchart, Tafel oder Board fixiert und gleichzeitig strukturiert. Die Antworten werden nicht gewertet oder korrigiert, auch falsche Aussagen werden gleichberechtigt aufgenommen. Anhand der Informationen unter mitmischen.de und bundestag.de können die Lernenden zum Thema Bundestagswahl recherchieren und anschließend die im Plenum zusammengetragenen Informationen gemeinsam mit der Lehrkraft verifizieren oder korrigieren. Es bietet sich an, themenspezifische Gruppen zu bilden. Mögliche Inhalte sind: Wahlberechtigte, aktives und passives Wahlrecht, personalisierte Verhältniswahl in Deutschland: Erst- und Zweitstimme, Vergabe der Mandate, (Fünf-Prozent-Hürde, Überhangmandate), Sitzverteilung, Auszählungsverfahren. Die Gruppen, die themenspezifisch hierzu recherchieren, sollten dabei im Vorfeld darüber informiert werden, dass sie die Verfahren zur Berechnung der Sitze im Bundestag (Sainte-Laguë/Schepers und Hare/Niemeyer) nur kurz umreißen sollen. Ergebnissicherung Die Lernenden ergänzen das Glossar um zentrale Begriffe. Um das Wissen der Expertengruppen zusammenzuführen, erstellen die Schülerinnen und Schüler weitere Quiz-Fragen und -Antworten oder Erläuterungen hierzu und spielen das Quiz durch. Die in der Einstiegsphase erstellte MindMap wird bei Bedarf korrigiert und ergänzt und in das Glossar aufgenommen. Gesellschaftspolitische Kontroverse Auch wenn die grundlegenden demokratischen Prinzipien des deutschen Wahlrechts in der öffentlichen Diskussion kaum in Frage gestellt werden, gibt es in Detailfragen durchaus Kontroversen. So wurde im Jahr 2012 durch einen Rechtsspruch des Bundesverfassungsgerichtes eine Neuregelung der Vergabe von Überhangmandaten nötig. Andere Debatten, die immer wieder aufkommen, sind das Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer oder eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über eines dieser gesellschaftspolitischen Kontroversen und stellen in einem Mini-Referat die zentralen Pro- und Kontra-Argumente vor. Hintergrund Deutschland ist eine Parteiendemokratie. Die Wahlen zum Bundestag sind daher faktisch eine Abstimmung über die Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien, die nach Artikel 21 des Grundgesetzes an der Willensbildung des Volkes mitwirken. Um eine Orientierung der im Wahlkampf vorgestellten Programme zu erhalten, ist es wichtig zu wissen, wofür die einzelnen Parteien stehen und sich mit deren Grundsatzprogrammen vertraut zu machen. Erarbeitung Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in Partnerarbeit oder in Kleingruppen die Grundsätze der im Bundestag vertreten Parteien und setzen sich mit den jeweiligen Parteiprogrammen beziehungsweise Wahlkampfbroschüren auseinander. Es bietet sich an, eine Gruppe jeweils eine Partei untersuchen zu lassen. mitmischen.de: Wofür stehen die Parteien, die im Bundestag vertreten sind? Auf mitmischen.de finden die Lernenden einen kurzen Steckbrief zu jeder im Bundestag vertretenen Partei sowie die jeweiligen Grundsatzprogramme als PDF-Datei zum Herunterladen. Ergebnissicherung Die Gruppen entwerfen aus ihren Informationen ein Schaubild, das über die jeweilige Partei informiert. Die Gruppen stellen ihr Diagramm anschließend im Plenum vor, wobei die Gruppen, die die gleiche Partei bearbeiteten, hintereinander präsentieren sollten, um einen Vergleich der Arbeitsergebnisse zu ermöglichen. Die Schaubilder werden diskutiert, eventuell überarbeitet und dem Glossar zugefügt. Wortwolke als vorzeigbares Ergebnis Aus der jeweiligen Präambel beziehungsweise dem Vorwort der Grundsatzprogramme erstellen die Lernenden jeweils eine Wortwolke beispielsweise bei www.wortwolken.com . Die so entstandenen Wortwolken der Parteien werden miteinander verglichen und auf die Kernbegriffe hin untersucht. Anschließend vergleichen die Schülerinnen und Schüler die Schlüsselbegriffe, die sie in der Einstiegsphase den Parteien zugeschrieben haben. In der "heißen Phase" des Wahlkampfes stehen weitere Recherchemöglichkeiten zur Verfügung, wie Wahlkampfflyer, Wahlplakate, Kandidaten-Twitter, Wahlspots im Fernsehen oder im Internet, die untersucht werden können. Außerhalb des Bundestagswahlkampfes können sich die Schülerinnen und Schüler mit dem medialen Informationsangebot der einzelnen Parteien beschäftigen und diese analysieren: Wie übersichtlich/informativ sind Parteienwebsite/Facebook-Auftritt/Twitter-Angebot? Kann ich mich als wahlberechtige Bürgerin beziehungsweise Bürger gut informieren? Wird auf Neuwählende eingegangen? Die Lernenden informieren in der Folgestunde über ihre Arbeitsergebnisse, indem sie per Beamer die medialen Angebote der Parteien kommentierend vorstellen. Hintergrund Nicht wenige Neuwählerinnen und Neuwähler haben etwas Angst vorm "ersten Mal". Es besteht Unsicherheit darin, was genau zu tun ist, welche Unterlagen man ins Wahllokal mitbringen muss und wie man den Stimmzettel richtig ausfüllt. Um selbst gut vorbereitet zu sein, oder um das erarbeitete Vorwissen prägnant und allgemeinverständlich umzusetzen, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den einzelnen Schritten der Bundestagswahl. Da diese Thematik eine in sich geschlossene Einheit bildet, eignet sie sich gut für eine Vertretungsstunde und kann auch gut ohne eine vorausgehende Erarbeitung der eher theoretischen Grundlagen zum Wahlrecht in einer Doppelstunde umgesetzt werden. Einstieg im Plenum Den Lernenden werden Stimmzettel aus der zurückliegenden Bundestagswahl von 2017 gezeigt. Diese können unter www.wahlumfrage.de heruntergeladen und ausgedruckt oder auf dem Beamer, am Board präsentiert werden. Die Schülerinnen und Schüler tragen ihr Vorwissen zusammen und erklären, wie die Stimmzettel auszufüllen sind und wie der Ablauf der Wahl vonstatten geht. Anschließend informieren sich die Schülerinnen und Schüler auf den Seiten www.mitmischen.de und www.bundestag.de über den Ablauf einer Bundestagswahl. Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler sollen in Kleingruppen eine Anleitung zum Wählen für Neuwählerinnen und Neuwähler im Video-Erklärformat ähnlich wie "explainity" oder "simpleshow" produzieren. Der Clip sollte höchstens drei Minuten dauern. Hierfür erstellen sie Skizzen und Symbole auf Papier und erklären den Ablauf in leicht verständlicher Form Schritt für Schritt. Die Präsentation kann zunächst offline auf einem Tisch erfolgen. Explainity: Bundestagswahlen einfach erklärt Komplexe Zusammenhänge einfach erklärt: mit simplen Szenen, einer Tischplatte und einigen Worten … simpleshow: Die simpleshow erklärt die Bundestagswahl Ein Animation, die die Wahlen zum Bundestag auf den Punkt bringt. Festigung des erworbenen Wissens Zur Ergebnissicherung der gesamten Unterrichtseinheit wird das Glossar/Wiki sowie das Quiz abschließend überarbeitet und ergänzt. Das Quiz kann zur Evaluation des Wissens oder zur Vorbereitung auf Klausuren später nochmals gespielt werden. Videos erstellen Die Präsentation der "Anleitung zum Wählen" soll als Video aufgezeichnet werden. Dies kann mit einem Smartphone erfolgen. Die Filme können anschließend auf einer Videoplattform hochgeladen und in der Folgestunde von den Schülerinnen und Schülern kommentiert werden.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Auf den Spuren der Verfolgten: Stolpersteine in Frankfurt

Unterrichtseinheit
5,99 €

Diese Unterrichtseinheit thematisiert die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen sowie der politisch Verfolgten während des Nationalsozialismus. Dies geschieht anhand einer Exkursion durch Frankfurt am Main und der Suche nach Stolpersteinen.Stolpersteine sind Teile unserer alltäglichen Welt, deren Präsenz wir in der Regel überhaupt nicht wahrnehmen. Zumindest so lange nicht, bis wir tatsächlich mal über einen von ihnen stolpern. Und selbst dann würdigen die wenigsten diese mit einem zweiten oder gar dritten Blick. Oder gehen so weit, sich über diesen merkwürdigen Stein und seinen Hintergrund zu informieren. Genau das soll diese Unterrichtseinheit ändern. Sie soll ihren Fokus auf eine Form der historischen Erinnerung richten, die wir oft übersehen, obwohl sie direkt zu unseren Füßen liegt. Mittels des Projekts der Stolpersteine sollen Einzelschicksale von Verfolgten aus der Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet werden, um somit einen möglichst differenzierten Überblick über die Hintergründe der Verfolgung zu gewinnen, das Gedenken an die Opfer zu wahren und Geschichte im Alltag zu entdecken und zu erfahren. Lernen am Erinnerungsort Der Nationalsozialismus und seine Opfer sind fester Bestandteil des Lehrplans beziehungsweise des Kerncurriculums für das Fach Geschichte. Die Einbindung des Projekts der Stolpersteine in den Geschichtsunterricht legt den Fokus auf die Vergegenwärtigung des nationalsozialistischen Terrors und dessen unmittelbare Folgen für die Einzelschicksale der erinnerten Personen. Was den Lernenden in abstrakter Form aus Texten und Beschreibungen aus dem Schulbuch bekannt ist, wird durch die Erfahrung von Erinnerungsorten in der direkten Umgebung nahbar. Aufgrund der lokalgeschichtlichen Ausrichtungen des Projekts der Stolpersteine wird die überaus komplexe Thematik der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von Minderheiten während der Zeit des Nationalsozialismus konkretisiert und ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen leichteren Zugang. Rücksicht auf Diversität der Opfergruppen Das Projekt der Stolpersteine ist darüber hinaus darum bemüht, der Diversität der Opfergruppen des nationalsozialistischen Terrors Rechnung zu tragen: Neben dem Einzelschicksal von Jüdinnen und Juden können auch die Einzelschicksale von Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen sowie politisch Verfolgten näher betrachtet werden. Geschichtsbewusstsein: Vergangenheits- und Erinnerungsbezug im Rahmen zeitgemäßer Erinnerungskultur Die Schülerinnen und Schüler bilden somit ein differenziertes Geschichtsbewusstsein aus, in welchem Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen Berücksichtigung finden. Hiervon ableitbar ist sodann die gesamtgesellschaftliche Verantwortung des Mahnens und Erinnerns im Sinne einer kollektiven Erinnerungskultur . Das Projekt der Stolpersteine leistet ergo einen elementaren Beitrag zur Demokratieerziehung , die nach wie vor das Fundament unserer Gesellschaft darstellt. Projektkonzeption und -durchführung Die Lehrkraft übernimmt in dieser Unterrichtseinheit nur eine anleitende und kontrollierende Funktion. Der Großteil der Umsetzung ist den Lernenden überlassen. Sie formen Teams und planen ihre eigene Route. An dieser Stelle ist eine Absprache mit der Lehrkraft sinnvoll, um sicherzugehen, dass eine Strecke gewählt wird, auf der auch Stolpersteine zu finden sind. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich vor, führen ihre Exkursion selbstständig durch und dokumentieren dabei ihre Funde, sodass sie diese später recherchieren können. Ihre Ergebnisse teilen sie anschließend auf TaskCards mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Ergebnisse, Erfahrungen und persönlichen Eindrücke werden in der darauffolgenden Unterrichtsstunde im Plenum mit der Lehrkraft besprochen und diskutiert. Da bei der Durchführung ein hohes Maß an Selbstständigkeit vorausgesetzt wird und die Lernenden die Stadt ohne Beaufsichtigung durch die Lehrkraft erkunden, ist diese Einheit für die Oberstufe geeignet. Das Fotografieren der gefundenen Stolpersteine dient der Kontrolle, um sicherzugehen, dass die Lernenden tatsächlich die Exkursion durchgeführt haben. Die Länge der Einheit kann variieren und ist davon abhängig, auf welche Weise das Sammeln und die Präsentation der Ergebnisse erfolgen. Es ist zu empfehlen, das Zusammentragen der Ergebnisse in dieser Einheit mithilfe von TaskCards durchzuführen. Dadurch ist ein einfaches, gebündeltes und übersichtliches Sammeln der Ergebnisse möglich. Die Teams können gemeinsam und parallel von zuhause aus ihre Recherche durchführen, hochladen und die Fortschritte der anderen Teams ansehen und kommentieren. Die Einheit kann somit sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht ohne größere Abänderungen durchgeführt werden. (Selbstverständlich sind jedoch auch andere Optionen der Ergebnissicherung wie Kurzpräsentationen mit PowerPoint als Alternative denkbar.) Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erleben Geschichte in ihrer näheren/unmittelbaren Umgebung. beschäftigen sich mit den Einzelschicksalen von Verfolgten während des Nationalsozialismus und setzen sich mit der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung dieser Minderheiten auseinander. lernen eine Form der Erinnerungskultur kennen, die in den Alltag integriert ist. informieren sich über das Projekt der Stolpersteine. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kreieren ihre Route mit Google Maps. recherchieren Informationen im Internet und nutzen Online-Quellen zielgerichtet. tragen ihre Rechercheergebnisse zusammen mit den Fotos der Exkursion bei TaskCards ein und teilen diese mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Zweierteams. bearbeiten den Arbeitsauftrag selbstständig und führen die Exkursion größtenteils in Eigenregie durch. präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. interagieren auf TaskCards mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Zivilgesellschaft – Garant, Motor und Korrektiv für die Demokratie

Unterrichtseinheit

Das Bildungsmaterial "Global lernen: Zivilgesellschaft" von Brot für die Welt möchte auf die große Bedeutung von Zivilgesellschaft aufmerksam machen und Jugendliche motivieren, sich selbst einzubringen und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.Diese Ausgabe der Zeitschrift "Global Lernen" erklärt Schülerinnen und Schülern zunächst, was genau unter Zivilgesellschaft zu verstehen ist und wie sie sich von Staat und Wirtschaft abgrenzt. Es wird untersucht, welche Motivationen und Werte dem zivilgesellschaftlichen Engagement zugrunde liegen. Vor dem Hintergrund des eigenen Lebensumfelds erkunden die Schülerinnen und Schüler (ab 14 Jahre) die Akteure in der Gesellschaft und erkennen den Mehrwert zivilgesellschaftlicher Organisationen für ihr Leben. Sie lernen junge Menschen aus Paraguay, Georgien, Kambodscha und Deutschland kennen, die sich für unterschiedliche Themen engagieren und von ihren Beweggründen und Erfahrungen berichten. Die Lernenden beschäftigen sich mit verschiedenen Aktionsformen, wie Demonstrationen, Unterstützung von Geflüchteten, Klagen, Streiks, Flashmobs, Petitionen bis hin zu zivilem Ungehorsam. Sie üben ein, verschiedene Positionen auszuhalten und die Meinungsvielfalt als Chance wahrzunehmen. Gemeinsam überlegen die Schülerinnen, wie eigenes Engagement für Menschenrechte, Frieden und Klimagerechtigkeit aussehen kann und wie sie selbst ihren politischen Handabdruck für eine zukunftsfähige Welt hinterlassen können. Die Bedeutung von Zivilgesellschaft – Bürger- und Menschenrechte sichern Laut "Atlas der Zivilgesellschaft" können weltweit nur noch rund zwölf Prozent der Menschen weitgehend ungehindert ihre Meinung sagen, sich versammeln und gegen Missstände kämpfen (Daten 2021). Sie leben in offenen Gesellschaften (drei Prozent) oder beeinträchtigten (neun Prozent). 6,8 Milliarden Menschen dagegen gehören geschlossenen, unterdrückten oder beschränkten Gesellschaften an. Damit haben es knapp 88 Prozent der Menschheit mit Regierungen zu tun, die ihre Grundrechte beschneiden, sie drangsalieren, verfolgen, foltern oder sogar töten. Es braucht gerade dort eine wache und handlungsfähige Zivilgesellschaft, wo Regierende ihre Verantwortung nicht angemessen oder gar nicht wahrnehmen, wo sie Menschenrechte verletzen oder Straflosigkeit befördern, und wo Politikerinnen und Politiker Gelder veruntreuen, statt für die soziale Absicherung der Bevölkerung zu sorgen. Zivilgesellschaft als Thema in Schule und Unterricht – Fokus Demokratiebildung "Eines der obersten Ziele schulischer Bildung überhaupt ist es, junge Menschen zu befähigen, sich in der modernen Gesellschaft zu orientieren und politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen und Probleme kompetent zu beurteilen. Dabei sollen sie ermuntert werden, für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Gerechtigkeit, wirtschaftliche Sicherheit und Frieden einzutreten. Diesem übergeordneten Ziel sind grundsätzlich alle Unterrichtsfächer verpflichtet, insbesondere aber die des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs." (Kultusministerkonferenz) Das schülerinnen- und schüleraktivierende und multimediale Bildungsmaterial von Brot für die Welt möchte diesen schulischen Auftrag unterstützen. Zum Einsatz des Themenhefts "Global lernen: Zivilgesellschaft" Die 20 Praxisblätter aus dem Themenheft sowie die verschiedenen Begleitmaterialien eignen sich für den direkten Einsatz im Politik-, Sozialkunde-, Wirtschafts-, Religions- und Ethikunterricht sowie für den Englischunterricht in den Sekundarstufen und in der Beruflichen Bildung. Diese Schwerpunkte werden im Heft gesetzt: Was ist Zivilgesellschaft? Akteure – Zivilgesellschaft und Staat sowie Zivilgesellschaft und Markt Beispiele für zivilgesellschaftliches Engagement (für den Fremdsprachenunterricht geeignet) Themen zivilgesellschaftlichen Engagements: Bildung, Umweltschutz, Menschenrechte Aktionsformen, ziviler Ungehorsam, Exkurs Klimaklagen Zivilgesellschaft unter Druck: shrinking space Zivilgesellschaftliches Engagement aufgrund von Diskriminierung Schutzstrategien für zivilgesellschaftliche Organisationen Der politische Handabdruck Theologische Reflexion: Engagement der Kirchen Auf allen Arbeitsblättern finden Lehrkräfte Arbeitsaufträge sowie didaktisch-methodische Hinweise. Kopiervorlagen, Präsentationen für das interaktive Whiteboard, Rollen- oder Bewegungsspiele, Smartphone- und Tablet-Rallyes sowie Arbeitsblätter für den Fremdsprachenunterricht sind jeweils oben rechts auf den Materialien mit einem Icon gekennzeichnet. Kernkompetenzen des Lernbereichs Globale Entwicklung (Mittlerer Schulabschluss) Erkennen Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Rolle und Bedeutung von [staatlichen wie] nichtstaatlichen Akteuren für die Gestaltung des Globalisierungsprozesses. (Politische Bildung, 4.2) erkennen verschiedene Handlungsebenen – von lokal bis global – für die Gestaltung von Globalisierungsprozessen. (Politische Bildung, 4.3) analysieren aktuelle Konflikte zwischen den Entwicklungsdimensionen Umwelt und Ökonomie aus unterschiedlichen religiösen und philosophischen Perspektiven. (Fächergruppe Religion-Ethik, 3.1) stellen die Bedeutung des Dialogs auf verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsebenen an Beispielen dar. (Fächergruppe Religion-Ethik, 4.4) Bewerten Die Schülerinnen und Schüler begründen Menschenrechte in ihren verschiedenen politischen Ausprägungen und reflektieren durch Bewertungsunterschiede entstehende Spannungen. (Politische Bildung, 6.2) erkennen die Auswirkungen politisch-rechtlicher Maßnahmen auf verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen. (Politische Bildung, 7.1) Handeln Die Schülerinnen und Schüler können und sind bereit, sich auf der Grundlage politischer Urteilsbildung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen für Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu engagieren. (Politische Bildung, 11.1) begründen die eigene Solidarität mit Menschen in bestimmten Situationen sowie die eigene Mitverantwortung für die Umwelt ethisch. (Fächergruppe Religion-Ethik, 8.1) machen gut begründete Vorschläge zur Lösung von Konflikten, die durch soziokulturelle Gegensätze und widerstreitende Interessen ausgelöst werden. (Fächergruppe Religion-Ethik, 9.3) formulieren aus den eigenen ethisch/religiös begründeten Grundpositionen heraus verbindende und verbindliche Handlungsoptionen als Beitrag zu einer Humanisierung der Welt. (Fächergruppe Religion-Ethik, 10.3) stellen dar, was im Privatleben, in der eigenen Familie sowie in religiösen Gemeinschaften oder Gruppen gemeinsamer Interessen für das Ziel einer zukunftsfähigen Entwicklung getan werden kann und sollte. (Fächergruppe Religion-Ethik, 11.1)

  • Englisch / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

HanisauLand: Politik für Kinder

Fachartikel

HanisauLand.de ist das interaktive Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Die Seite erklärt komplexe Inhalte aus Politik und Gesellschaft kompetent, verständlich und anschaulich. Im Lehrkräftebereich finden sich digitale und analoge Unterrichtsmaterialien für Grundschule und Sekundarstufe I. Wie funktioniert eigentlich demokratisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft? Was ist Inflation und wie geht demonstrieren? Auf HanisauLand.de wird es Kindern unterhaltsam und informativ vermittelt: In den Spezials werden Themen wie Wahlen, Kinderrechte, Ernährung, Wohnen, Sport oder Religion mit kindgerechten Beiträgen, Bildern und Geschichten aufbereitet. Ein umfangreiches Lexikon erklärt kindgerecht politische Begriffe. Bei "Deine Meinung" sind Kinder eingeladen, mitzudiskutieren: Wahlrecht für Jugendliche? Streiken statt Schule? Wahlrecht oder Wahlpflicht? Zum Lexikon und zu Film- und Buchtipps können Kinder Verständnisfragen stellen und ihre Sicht der Dinge schildern. Und woher kommt eigentlich der Name? In einem Comic stehen Ha sen, Ni lpferde und Wild Sauen vor der Herausforderung, eine Demokratie aufzubauen – das HaNiSau-Land. Ergänzend dazu gibt es einen Lehrkräftebereich mit vielen fächerübergreifende Inhalten direkt zum Einsatz in Ihrem Unterricht (Grundschule und Sekundarstufe I).

  • Computer, Internet & Co. / Ich und meine Welt

Fluchtursachen verstehen – Warum fliehen Menschen?

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit setzt sich mit den Gründen von Flucht auseinander. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Faktenwissen und werden für die Komplexität von Fluchtursachen zu sensibilisiert.Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit stehen die Erscheinungsformen und Ursachen von Flucht aufgrund von Konflikten, Krisen und Kriegen . Weltweit sind heute mehr Menschen auf der Flucht als je zuvor. Die Hälfte davon, circa 30 Millionen, sind Kinder und Jugendliche. Menschen flüchten nicht aus Spaß, es sind äußere und/oder strukturelle Gegebenheiten, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen. Kern der Stunde sind die Recherche zu Fluchtursachen in den drei Ländern Syrien, Somalia und Venezuela anhand einer interaktiven Weltkarte ( Padlet ) sowie die Präsentation der Rechercheergebnisse im Plenum und die anschließende Diskussion beziehungsweise Reflektion. Die Stunde kann mit zwei sehr persönlichen Videoportraits auf eine Doppelstunde erweitert werden, bei denen die Schülerinnen und Schüler intime Einblicke gewinnen, wie Betroffene ihre Flucht erklären. Mit dem Wissen um die Beweggründe und mit Empathie fördernden, persönlichen Einblicken können Schülerinnen und Schüler eigene Vorannahmen hinterfragen , bestehende Betrachtungsweisen und auch Vorurteile reflektieren und abbauen . Übrigens: Erfahrungsaustausch, Input zum diskriminierungssensiblen Umgang mit Flucht und Geflüchteten im Klassenraum und Gelegenheit zum Material-Test bieten unsere zweistündigen, kostenlosen Einführungs-Webinare (mehr Informationen unten). Über das Projekt " flucht erfahren " Das Konzept des Projekts " flucht erfahren " basiert auf der Überzeugung, dass Geflüchtete durch ihre biografischen Erfahrungen wertvolles Wissen über den Wert von Demokratie und Menschenrechten vermitteln können. Im Projekt wurden daher junge Menschen mit eigener Fluchterfahrung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Jugendbildung qualifiziert und an Berliner Schulen eingesetzt. Aus dieser Praxiserprobung heraus wurde eine umfassende Unterrichtsreihe aus acht Einheiten rund um den Themenkomplex Flucht und Ankommen erstellt. Zwei der acht Unterrichtseinheiten finden Sie direkt auf Lehrer-Online. Alle acht sind auf der Projektwebsite kostenlos zu finden. Die Einheiten können individuell oder als Reihe bundesweit eingesetzt werden, um die Themen unter Einbeziehung der Perspektive Betroffener in der Schule zu vermitteln. Tipps zur Durchführung der Einheit Wenn geflüchtete Schülerinnen und Schüler anwesend sind, sollten diese zuvor über das Unterrichtsvorhaben informiert werden. Sie sollten auf keinen Fall in den Zwang geraten, ungewollt ihre persönliche Geschichte erzählen zu müssen. Gerade im Rahmen dieser Einheit ist unbedingt an Trigger-Warnungen zu denken, um Schülerinnen und Schüler, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, nicht zu retraumatisieren. Bei Einbindung der Videoportraits: Sollten Kinder und Jugendliche die Videos nicht schauen wollen, ist ihrem Wunsch zu entsprechen. Dies kann später in die Reflexion miteinfließen. Für Fragen, Reflexionen und Emotionen der Kinder und Jugendlichen muss ausreichend Zeit zur Verfügung stehen! Dadurch, dass Schülerinnen und Schüler hier im Padlet arbeiten, kann diese Methode problemlos im Rahmen einer Videokonferenz realisiert werden. Die Gruppen werden über sogenannte Breakout-Rooms eingeteilt und können dort über den Screenshare gemeinsam an Texten arbeiten, diese lesen oder Videos schauen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Erscheinungsformen und Ursachen von Flucht. kennen aktuelle Beispiele von Migration weltweit und erläutern Gründe für die Flucht anhand der drei ausgewählten Länder Syrien, Somalia und Venezuela. Sozialkompetenz betrachten zwei Videoportraits, in denen Geflüchtete ihre Flucht-Erlebnisse und ihr Ankommen in Deutschland schildern. Die Lernenden reflektieren eigene Vorurteile und zeigen sich empathisch mit den Interviewten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein digitales Tool mit interaktiven Informationsquellen für die Recherche. Kostenlose Einführungsveranstaltungen Es gibt Gelegenheit das Material zu testen und Erfahrungen auszutauschen. Thematisiert wird außerdem ein diskriminierungssensibler Umgang mit dem Thema Flucht und Migration im Unterricht, sowohl in Klassen ohne persönliche Berührung mit dem Thema als auch in Klassen, in denen Kinder mit eigener Fluchterfahrung anwesend sind. Termine für die zweistündigen Online-Veranstaltungen zwischen Juni und September 2022 und die Anmeldung finden Sie hier: fluchterfahren.de/lehrmaterial/

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention

Unterrichtseinheit
5,99 €

Die Unterrichtseinheit "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" informiert die Lernenden ausgehend von aktuellen terroristischen Anschlägen für eine sachliche Diskussion eines emotional hoch besetzten Themas. Die Einheit um Konflikte der Religionen ist durch Artikel und Fragen strukturiert, Antworten werden dabei im Sinne der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Lernenden aber nicht vorgegeben. Nachdem der Islamische Staat (IS) die Verantwortung für die Bombenanschlägen in Sri Lanka im April 2019 mit über 250 Toten für sich beansprucht hat, wird in den Medien wieder einmal verstärkt über einen Krieg der Religionen diskutiert. Nach den ersten Erkenntnissen haben islamistische Terroristen in Sri Lanka gezielt Christen ins Visier genommen, die gerade die Ostermesse feierten. Darüber hinaus tötete im März 2019 ein Rechtsterrorist bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch in Neuseeland mit Schusswaffen insgesamt 50 Menschen und verletzte weitere zum Teil schwer. Diese Unterrichtseinheit untersucht deshalb auf der Grundlage mit einer Diskussionsrunde im ZDF die Frage, inwieweit Religionen selbst den Kern von Gewalt in sich tragen oder für Gewaltzwecke instrumentalisiert werden. Die Grundlage dafür bilden Dokumentationen über die Entstehung und Radikalisierung des IS. Darüber hinaus werden an vielen Stellen Parallelen zu ähnlichen Anschlägen in der Vergangenheit hergestellt sowie zur Prävention Möglichkeiten für das friedliche Zusammenleben von Religionen aufgezeigt. Unterschiedliche Beispiele für Terrorismus dienen dazu, die Lernenden für ihre Mitmenschen zu sensibilisieren und im Sinne der Toleranz und Demokratieerziehung Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Integration zu verstehen. Unterschieden wird in diesem Unterrichtsmaterial die Rolle von Religion in den westlichen Industriestaaten und im Nahen und Mittleren Osten, aber auch der Wunsch nach Macht als anthropologischer Gegebenheit. Darüber hinaus wird auch die atheistische Position berücksichtigt. Auf der Grundlage der Diskussion entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Präventionsideen und setzen sich damit aktiv mit einem sehr brisanten aktuellen Thema auseinander. Das Thema "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" im Unterricht In der vorliegenden Unterrichtseinheit können die Lernenden anhand der Terroranschläge in Sri Lanka exemplarisch über religiöse Gewalt diskutieren. Die durchführende Lehrkraft sollte dabei über die Besonderheiten der Weltreligionen Bescheid wissen sowie über die unterschiedlichen Vereinbarungen zwischen Staaten und Religion, Laizismus, Staatsreligionen und Staatsverträge. Die Beschäftigung mit dem Thema "Religiöser Terror" soll bei den Schülerinnen und Schülern die Sensibilität dafür schärfen, wie wichtig es für den Frieden in der Gesellschaft ist, Menschenrechte und deren Einhaltung den Vorrang vor religiösen Interessen einzuräumen. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten vorab grob über die Inhalte der Weltreligionen und Entwicklung der Menschenrechte Bescheid wissen. Didaktische Analyse Mit diesem Material kann die enge Verflechtung politischer und religiöser Interessen, die sich oft gegenseitig legitimieren, erkannt werden. Diese Erkenntnis kann Lösungen in Konflikten und zwar auf allen Ebenen, auf denen Religion beheimatet ist, erschweren, wenn sie Machtverhältnisse einseitig festigt. Methodische Analyse Weltpolitisch können die Schülerinnen und Schüler wenig ausrichten, aber diese Einheit will zu einer gewissen Wachheit auffordern. Die Lernenden werden dazu angeregt, ein emotionales Thema zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven in den Blick zu nehmen und Stellung zu beziehen. Dazu informieren sich die Lernenden weitgehend selbstständig im Internet sowie in Auszügen der Bibel und dem Koran. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die gefährliche Verflechtung von Politik und Religion, die aufgrund des urmenschlichen Bedürfnisses von Macht nur schwer zu entschärfen ist. erkennen, dass diese Verflechtung und ihre Folgen jeden betreffen. erkennen, dass sie als einzelne in ihrem direkten Lebensumfeld Chancen zu einem friedlichen Miteinander ergreifen und gestalten können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die wesentlichen Informationen aus Texten heraus. nutzen gemäß der Aufgabenstellung adäquate Mittel. leisten den Transfer von der Informationsebene zur Darstellungsebene. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielführend in der Gruppe zusammen und teilen Aufgaben untereinander auf. hören sich gegenseitig aktiv zu.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Sekundarstufe I

fluchterfahren – Lehrmaterial zu Flucht, Migration und Ankommen

Fachartikel

fluchterfahren qualifiziert junge Menschen mit und ohne eigene Fluchterfahrung gemeinsam zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Jugendarbeit. In Berliner Schulklassen führen sie Begegnungen durch, in denen sie auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen über Flucht, Migration und Ankommen in Deutschland aufklären. Aus dem Projekt entstanden acht Unterrichtseinheiten, die kostenlos Lehrkräften im ganzen Bundesgebiet zur Verfügung stehen. Das Konzept des Projekts " flucht erfahren " basiert auf der Überzeugung, dass Geflüchtete durch ihre biografischen Erfahrungen wertvolles Wissen über den Wert von Demokratie und Menschenrechten vermitteln können. Im Projekt wurden daher junge Menschen mit eigener Fluchterfahrung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Jugendbildung qualifiziert und an Berliner Schulen eingesetzt. Aus dieser Praxiserprobung heraus wurde eine umfassende Unterrichtsreihe aus acht Einheiten rund um den Themenkomplex Flucht und Ankommen erstellt. Zwei der acht Unterrichtseinheiten finden Sie direkt auf Lehrer-Online. Alle acht sind auf der Projektwebsite kostenlos zu finden. Die Einheiten können individuell oder als Reihe bundesweit eingesetzt werden, um die Themen unter Einbeziehung der Perspektive Betroffener in der Schule zu vermitteln. Das Lehrmaterial Das Material eignet sich für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (ideal für Klassenstufen 7–9) und ist so angelegt, dass es sich in allen Bundesländern und verschiedenen Schultypen in den Lehrplan integrieren lässt. Natürlich obliegt es der jeweiligen Lehrkraft, das Material den Voraussetzungen der individuellen Klasse anzupassen. Das Material besteht aus acht 45-minütigen Einheiten, die sich individuell oder als Reihe durchführen lassen. Die Einheiten lassen sich oft aber auch problemlos auf 90 Minuten dehnen. Themen Flucht versus Migration Fluchtursachen Geschichte von Migrationsbewegungen Die EU und Migration Migrantinnen und Migranten und Vorurteile Ankommen und fremd sein Ursachen und Wirkungen von Rassismus Aktiv werden: Was können wir tun? Alle Einheiten umfassen ein Sitzungsblatt und Methodenblätter sowie die nötigen Materialien inklusive Videoportraits von zwei jungen Menschen mit Fluchterfahrung. Mehrmals sind öffentliche Videos verlinkt und Online-Tools eingebunden. Alle Methoden enthalten zudem Hinweise zu einer möglichen digitalen Umsetzung. Zwei der acht Unterrichtseinheiten finden Sie direkt auf Lehrer-Online: "Fluchtursachen verstehen" und "Flucht und Migration: Handlungsoptionen in Instagram-Posts darstellen" . Alle weiteren Einheiten stehen Ihnen kostenlos auf der Projektwebsite zur Verfügung.

  • Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Flucht und Migration: Handlungsoptionen in Instagram-Posts darstellen

Unterrichtseinheit

Die Einheit dient zum Abschluss des Themenkomplexes Flucht und Migration. Im Fokus steht die Aktivierung: Die Schülerinnen und Schüler sollen in Form eines kreativen Instagram-Posts eine eigene Position zum Thema Flucht und Migration formulieren und Handlungsoptionen beschreiben. Dadurch soll ihr Bewusstsein darüber, dass sie aktive Gestaltende der Gesellschaft sein können, gestärkt werden. In den Unterrichtsmaterialien des Projekts " flucht erfahren " werden viele individuelle, gesellschaftliche, politische und globale Herausforderungen und Probleme beziehungsweise Ansatzpunkte für Kritik offengelegt. Die vorliegende Einheit eignet sich, um eine Behandlung des Themenkomplexes Flucht und Migration aktivierend abzuschließen. Wir sehen uns als Gesellschaft einer Vielzahl von Herausforderungen in Bezug auf Flucht und Migration gegenüber. Zugleich sind alle Individuen Teil dieser Gesellschaft und somit Teil der Lösung von Problemen. Es ist wichtig, sich und die eigenen Handlungen als wirksam zu realisieren – auch in Bezug auf komplexe Themen. Gesellschaftspolitisches Handeln kann ganz niedrigschwellig im Kleinen beginnen und meist fallen uns ganz intuitiv erste Handlungsoptionen ein. Dieses Bewusstsein muss gerade bei jungen Menschen gestärkt werden! Die Einheit nutzt das Schülerinnen-und-Schüler-nahe Medium Instagram , um einen niedrigschwelligen Einstieg in gesellschaftliche Teilhabe und Meinungsäußerung im öffentlichen Raum aufzuzeigen. Übrigens: Erfahrungsaustausch, Input zum diskriminierungssensiblen Umgang mit Flucht und Geflüchteten im Klassenraum und Gelegenheit zum Material-Test bieten unsere zweistündigen, kostenlosen Einführungs-Webinare (mehr Informationen unten). Über das Projekt " flucht erfahren " Das Konzept des Projekts " flucht erfahren " basiert auf der Überzeugung, dass Geflüchtete durch ihre biografischen Erfahrungen wertvolles Wissen über den Wert von Demokratie und Menschenrechten vermitteln können. Im Projekt wurden daher junge Menschen mit eigener Fluchterfahrung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Jugendbildung qualifiziert und an Berliner Schulen eingesetzt. Aus dieser Praxiserprobung heraus wurde eine umfassende Unterrichtsreihe aus acht Einheiten rund um den Themenkomplex Flucht und Ankommen erstellt. Zwei der acht Unterrichtseinheiten finden Sie direkt auf Lehrer-Online. Alle acht sind auf der Projektwebsite kostenlos zu finden. Die Einheiten können individuell oder als Reihe bundesweit eingesetzt werden, um die Themen unter Einbeziehung der Perspektive Betroffener in der Schule zu vermitteln. Tipps zur Durchführung der Einheit Diese Einheit wird idealerweise zum Abschluss der Unterrichtsreihe durchgeführt. Die Lernenden profitieren davon, wenn während der Reihe Notizen zu Problemen und Kritikpunkten gemacht wurden. Diese können dann als Grundlage für den Einstieg in die Methode dieser Abschluss-Einheit genutzt werden. Die Gestaltung der Instagram-Beiträge kann auch über das Arbeitsblatt hinaus realisiert werden. Hierzu sollte dann mehr Zeit eingeplant werden. Es kann gemeinsam entschieden werden, ob die Posts in die Realität umgesetzt werden sollen (zum Beispiel als Hausaufgabe oder auch in einer folgenden Unterrichtsstunde). Falls der Insta-Post am Ende bewertet werden soll, sollte den Lernenden ein Bewertungshorizont zur Verfügung gestellt werden. Es bietet sich als Ergänzung zu dieser Einheit auch an, verschiedene Hilfsorganisationen und Migrantinnen- und Migranten-Selbstorganisationen und ihre Arbeit vorzustellen. Dies kann den Schülerinnen und Schülern als Inspiration dienen, um eigene Handlungsoptionen anzudenken. Besonders hilfreich ist auch die Nennung zuvor recherchierter lokaler Initiativen, die für ein Engagement von Jugendlichen offenstehen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand von Portraits die gegenwärtige Situation von Migrantinnen und Migranten in Deutschland kennen. diskutieren in Kleingruppen Ursachen, Chancen und Herausforderungen von Migration. Darauf aufbauend entwickeln sie eine eigene Haltung zu Problemen und Chancen von Migration und formulieren eigene Instagram-Posts. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen mithilfe einer Vorlage einen eigenen Instagram-Post. Dieser beinhaltet einen Account-Namen, ein ausgewähltes Profilbild, Fotos, Textvorschlag, Captions, Hashtags, Emojis. Kostenlose Einführungsveranstaltungen Es gibt Gelegenheit das Material zu testen und Erfahrungen auszutauschen. Thematisiert wird außerdem ein diskriminierungssensibler Umgang mit dem Thema Flucht und Migration im Unterricht, sowohl in Klassen ohne persönliche Berührung mit dem Thema als auch in Klassen, in denen Kinder mit eigener Fluchterfahrung anwesend sind. Termine für die zweistündigen Online-Veranstaltungen zwischen Juni und September 2022 und die Anmeldung finden Sie hier: fluchterfahren.de/lehrmaterial/

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I
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