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Deutsche Teilung und Einheit

Dossier

Wissen vermitteln 1989 führten revolutionäre Ereignisse zur Ablösung der kommunistischen Diktaturen in der DDR und Ostmitteleuropa: Die vierzigjährige Teilung Deutschlands und Europas fand ihr Ende. Die mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellten Materialien bringen Kindern und Jugendlichen diese zeitgeschichtlichen Themen nahe, regen Besuche an Lernorten zu deutscher Teilung und Einheit an und unterstützen Lehrkräfte beim "Lernen vor Ort" mit ihrer Klasse. So wird der Lernerfolg der Besuche erhöht und das Wissen der Jugendlichen über die jüngere deutsche Geschichte verbessert. Lernen am historischen Ort und im Museum Rund 600 Gedenkstätten und Erinnerungsorte bundesweit befassen sich mit SED-Staat, deutscher Teilung und Einheit. Je ein Lernort in jedem ostdeutschen Bundesland sowie in Berlin ist ausgewählt und dokumentiert. Weitere ausgewählte Lernorte stellt die Linkliste vor. Die Materialien eignen sich zum Einsatz in den Fächern Geschichte, Politik/SoWi, Sachkunde, Religion/Ethik und Deutsch sowie in fächerübergreifenden Projekten. Nutzung auch ohne Besuch vor Ort möglich Alle Unterrichtseinheiten sind so konzipiert, dass sie auch unabhängig vom Besuch des beschriebenen Lernorts genutzt werden können. Alle Unterrichtsvorschläge beziehen digitale Medien ein. So wird immer auch die Medienkompetenz geschult, wenn zum Beispiel Zeitzeugnisse im Web kritisch analysiert werden. Als besonderer Service stehen individuell anpassbare Materialien wie Lesezeichen, Lernpläne und Courselets für die Nutzung auf WebWeaver®-Lernplattformen wie eduneo zur Verfügung.

  • Fächerübergreifend
  • Geschichte, Politik und Gesellschaftswissenschaften

Die Waldenser: religiöse Reformbewegung im christlichen Mittelalter

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Die Waldenser: religiöse Reformbewegung im christlichen Mittelalter" erarbeiten die Lernenden anhand eines Filmausschnitts den soziologischen Aspekt von "Religion" heraus und setzen sich an Informationstexten handlungs- und produktionsorientiert mit der waldensischen Bewegung gegen kirchliche Einseitigkeit im Mittelalter auseinander.In dieser Unterrichtseinheit sollen anhand einer religiösen Bewegung die Funktion von Religion für eine Gesellschaft und den Einzelnen, das Verhältnis von Machtstrukturen und Gegenbewegungen sowie die Rolle der Bildung erarbeitet werden. Der Soziologe Émile Durkheim analysierte in "Die elementaren Formen des religiösen Lebens" Grundelemente religiösen Ausdrucks und deren Funktion für die sie tragenden Gemeinschaften. Überzeugung, Ritus und Symbol als Kennzeichen jeder Religion lassen sich auch im Christentum ausmachen. Kulturelle und politische Entwicklungen erforderten ständige Anpassungen, die nicht immer reibungslos verliefen und als Reformationen bezeichnet werden. Eine dieser Bewegungen leitete Petrus Waldes (auch Valdes) ein. Er war der erste, der kirchlichen Protz als Sünde bezeichnete und sich den Bemühungen der Kirche, ihn zu vereinnahmen, widersetzte. Dagegen setzte er auf das eigenständige Lesen und Interpretieren biblischer und bildender Texte. Diese Aspekte werden in der vorliegenden Unterrichtseinheit zum Thema gemacht. Das Thema "Die Waldenser" im Unterricht In Religion sowie im Ethik-Unterricht kann mit dieser Unterrichtseinheit exemplarisch verdeutlicht werden, welche Funktion Religion für eine Gesellschaft hat und wie "Erstarrung" in Systemen "lösende" Elemente generiert. Zudem erfahren die Schülerinnen und Schüler den Ursprung und die Konsequenz gehorsamsorientierter Moral sowie die Bedeutung von Bildung für die individuelle Autonomie. Die durchführende Lehrkraft sollte dafür Hintergrundwissen im Bereich mittelalterliche Kirchengeschichte haben. Vorkenntnisse Für den Einsatz der Unterrichtseinheit im Rahmen des Ethik-Unterrichts wäre eine Auseinandersetzung mit dem "Kohlberg-Modell" vorab hilfreich. Didaktisch-methodische Analyse Mit dieser Einheit können die Lernenden erkennen, dass Perspektivenwechsel ein wesentliches Urteilswerkzeug darstellt und wie sich eine kleine Bewegung im kollektiven Gedächtnis verankern kann, sodass sie auch auf nachfolgende Generationen Auswirkungen zu haben scheint. Eine Schwierigkeit für die Schülerinnen und Schüler besteht darin, Mittelalter als "gestrig" abzuhaken und den Blick für geschichtliche Kontinuität aus dem Auge zu verlieren. Dabei kann ein Rollenspiel, das "Kontakt durch Verkörperung" ermöglicht, helfen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfassen wesentliche Aspekte eines filmisch dargebotenen Themas. verbessern ihr Textverständnis. erkennen große historische und politisch-soziale Zusammenhänge. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wechseln zwischen verschiedenen Medien erkenntnisgerecht wechseln. bedienen Tablet oder Beamer sowie ein Aufnahmegerät. archivieren ihre Arbeitsergebnisse und rufen diese erneut auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam im Team. teilen in einem Rollenspiel die Rollen auf und halten sie ein. Selge, Kurth-Victor (1967): Die ersten Waldenser, Berlin. Schirmer, Dietrich (Hrsg.) (1985): Kirchenkritische Bewegung (Werkbuch für den Religionsunterricht), Stuttgart.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Weihnachten ist überall: religiöse Feste um die Weihnachtszeit

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Weihnachtszeit ist für die westliche Welt eine ganze besondere Zeit. Weihnachtslieder in unterschiedlichen Sprachen und mit einer erdballumfassenden Botschaft lassen uns im Glauben, dass dieses Fest wirklich für alle Menschen eine Gültigkeit hat und eine besondere Wertschätzung erfährt. Diese Einheit betrachtet die großen Religionen und geht so auf "weihnachtliche Spurensuche". Unmissverständlich machen uns viele moderne Weihnachtsklassiker deutlich: It's Christmas all over the world! Auch wenn das Christentum zahlenmäßig die größte der Weltreligionen ist, so gibt es doch Gebiete dieser Erde, die nicht vom Christentum geprägt sind. Länder wie Indien und Thailand sowie die arabische Welt sind nicht von der Botschaft Jesu geprägt. Für sie müsste Weihnachten faktisch ohne Bedeutung sein – oder etwa doch nicht? Diese Unterrichtseinheit für den Religions- und Ethik-Unterricht macht sich, ausgehend von vier bekannten Weihnachtsliedern, auf eine "weihnachtliche Spurensuche" durch die großen Weltreligionen. Ein Gruppenpuzzle beleuchtet die großen Feste der Religionen und wirft einen Blick darauf, wie die einzelnen Religionen zum christlichen Weihnachtsfest stehen. Sie sucht nach Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen der einzelnen Religionen. Letztlich dürfen die Schülerinnen und Schüler feststellen, dass alle Religionen Gemeinsamkeiten haben und so manche weihnachtliche Botschaft in der ein oder anderen Weise in diesen verankert sind. Das Thema "Weihnachten" im Religionsunterricht In vielen Ländern, die christlich geprägt sind, ist das Weihnachtsfest im Dezember omnipräsent. Doch was ist eigentlich mit den Menschen, die einer anderen Religion angehören? Wie stehen sie zum Weihnachtsfest und welche ähnlichen Feste feiern sie? Diese Unterrichtseinheit betrachtet Weihnachten aus einer interkulturellen und interreligiösen Perspektive. Vorkenntnisse Wenn mit der STEX-Methode (oder Gruppenpuzzle) gearbeitet wird, ist es hilfreich, wenn die Schülerinnen und Schüler diese Methode bereits kennen. Ansonsten muss diese zu Beginn gut erklärt werden, damit die Erwartungen seitens der Lehrkraft bekannt sind. Vor allem müssen die Schülerinnen und Schüler darauf hingewiesen werden, dass alle von ihnen in der Lage sein müssen, am Ende eine Präsentation über eine der fünf Religionen zu geben. Durchführung der Lerneinheit Die Stunde fordert viel eigenständiges Arbeiten. Dies bringt Vor- und Nachteile mit sich. Vorteil ist sicherlich, dass ein großer Austausch innerhalb der Gruppen stattfinden kann und die Schülerinnen und Schüler das Tempo teilweise selbst bestimmen können. Jede Gruppenarbeit birgt aber auch die Gefahr, dass nur oberflächlich gearbeitet wird und letztlich nur die Lösungen abgeschrieben werden. Hier ist es Aufgabe der Lehrkraft, lenkend einzugreifen und dafür zu sorgen, dass die Gruppen bei der Sache bleiben. Gerade die Abschlusspräsentation baut etwas Druck auf und zwingt die Schülerinnen und Schüler gründlich zu arbeiten, wenn sie sich nicht blamieren wollen. Die kurzen Abschlusspräsentationen können auch gut für mündliche Noten hergenommen werden. Dies sollte allerdings im Vorfeld bekannt sein. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Feste der großen Religionen kennen. erkennen, dass weihnachtliche Elemente in vielen Religionen und Festen wiederkehren. erkennen, dass ähnliche äußerliche Elemente nicht immer die gleiche inhaltliche Bedeutung haben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zur Vertiefung von Sachverhalten mit QR-Codes. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Wechsel in Kleingruppen und Einzelarbeit und tauschen sich gegenseitig aus. arbeiten in der Gruppe und präsentieren Ergebnisse vor der Klasse. erarbeiten selbstverantwortlich Sachinhalte, werden zu Experten und geben dieses Wissen weiter. arbeiten selbständig in Gruppen oder Lernzirkeln.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Religionskritik und die Zukunft der Religion

Unterrichtseinheit

Was ist kritikwürdig an der Religion? Wer wüsste darauf keine spontane Antwort. Auch Philosophen, Psychologen, Soziologen, Theologen und Literaten beschäftigen sich mit dieser Frage. Sie haben in den letzten Jahrhunderten zu Ursprung und Funktion religiöser Vorstellungen viele unterschiedliche Antworten gefunden.Nach Sammlung, Diskussion und Einordnung aktueller religionskritischer Tendenzen soll der Frage nach Ursprung, Bedeutung, Funktion und Zukunft der Religion systematisch nachgegangen werden. Grundlegende Positionen zur Religionskritik werden erarbeitet. Über das Internet können nicht nur die klassischen Texte, sondern auch viele aktuelle Entwicklungen und Stellungnahmen erschlossen werden. Dabei ist Religionskritik dem christlichem Glauben und der christlichen Theologie keineswegs fremd. Sie kann als eine ständige Form der Selbstprüfung hinsichtlich der Angemessenheit ihrer Rede von Gott und ihrer gesellschaftlichen Praxis verstanden werden. Lehrplananbindung Was können wir aus dieser Religionskritik lernen, welche Zukunft hat die Religion? Gibt es eine fruchtbare Verbindung zwischen Religion und aufgeklärtem Denken? Religionskritik, Gottesglaube und Atheismus sind obligatorische Themen in der gymnasialen Oberstufe. Inhalte und Methodik Mit der vorliegenden Unterrichtseinheit wird dieses Thema sowohl mit herkömmlicher Text-, Gruppen und Projektarbeit, aber auch mit dem Computer und dem Internet erschlossen. Im Mittelpunkt stehen die mit der Aufklärung entstandene philosophische Religionskritik und ihre Konsequenzen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit "klassischen" Entwürfen der Religionskritik (Kant, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Freud, Sartre) die Grundlage für die Entwicklung einer eigenständigen Position. Die Möglichkeit einer "aufgeklärten Religion" (Verbindung von Glaube und Vernunft) könnte dabei hervortreten, kann jedoch nicht als verbindliches Lernziel formuliert werden. Ablauf 1. Einstieg - Wie wird Religion kritisiert? Aufspüren und Systematisierung religionskritischer Meinungen stehen am Beginn der Reihe. 2. Theoretische Positionen - "Klassische" Religionskritik "Klassische Entwürfe der Religionskritik" werden im zweiten Teil der Einheit untersucht. 3. Antworten der Theologie - Zukunft der Religion Theologische Antwortversuche auf die moderne Religionskritik werden im dritten Teil der Reihe untersucht. 4. Projekte ? Ideen für die eigene Arbeit Zum Abschluss erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Stellungnahmen gläubiger Christen und formulieren eine eigene Meinung. Die Schülerinnen und Schüler sollen persönliche Erfahrungen und Einstellungen zur Religion einbringen und die persönlichen Erfahrungen systematisieren. aktuelle religionskritische Tendenzen via Internet recherchieren. "klassische" Positionen zur Religionskritik erarbeiten, prüfen und vertreten. Antworten der christlichen Theologie auf die moderne Religionskritik benennen. eigene Perspektiven für die Religion im 21. Jahrhundert entwickeln. sich mit persönlichen Bekenntnissen zu Christentum, Atheismus, Agnostizismus, Humanismus auseinander setzen. projektorientierte eigene Fragestellungen zur Religion und Religionskritik bearbeiten. Im ersten Teil des Kurses muss zunächst geklärt werden, was alles unter Religionskritik verstanden werden kann und welche Argumente in der aktuellen religionskritischen Diskussion eine besondere Rolle spielen. Eigene Erfahrungen sollen dabei ebenso eingebracht werden wie Rechercheergebnisse aus dem Internet. Reli-Rallye - Kreuz und Quer durchs Internet Möglich ist auch, die Reli-R@llye einzusetzen, um in eher spielerischer Weise der Frage nachzugehen: "Was ist eigentlich Religion?". Die Arbeitsmaterialien Über die folgenden Links gelangen Sie direkt zu den passenden Materialien auf der Website des Autors. Fortschreitende Säkularisierung Der Gang der Religionskritik durch die Geschichte erscheint als fortschreitende Beseitigung der Götter aus dem Geschehen in der Natur und der Welt. Am Ende dieses Prozesses der Säkularisierung (Verweltlichung) scheinen Gott und Religion immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben und zur Erklärung der Welt verbannt zu werden. Die Aufklärung, eine Bewegung seit Ende des 17. Jahrhunderts, die nach Kant "Licht in das Dunkel der Unwissenheit bringen" will, hat diesen Prozess entscheidend vorangetrieben: Ursprung und Funktion religiöser Vorstellungen und Institutionen geraten in den Blick der Philosophen, Psychologen, Soziologen und Literaten. Historische Religionskritiker Für den Unterricht muss eine Auswahl an Texten und Positionen getroffen werden. Im Mittelpunkt dieser Einheit stehen dabei Kant, Feuerbach, Marx und Freud. Weitere Materialien (Nietzsche, Sartre) können hinzugezogen werden und stehen auf den Internetseiten (mit Aufgabenstellungen) zur Verfügung. "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (I. Kant) Im Zentrum der Aufklärung steht der Glaube an die Kraft der menschlichen Vernunft. Überlieferte Werte, Institutionen, Konventionen und Normen werden auf die Waagschale kritischer Vernunft gelegt. Die Überwindung der "selbstverschuldeten Unmündigkeit" betrifft auch die religiösen Vorstellungen. Was ist Religion und Gott - was ist der Mensch? Ist eine Humanität ohne Gott vorstellbar? Trennung von Religion und Staat Die immer stärker an Bedeutung gewinnenden Sozialwissenschaften, vor allem die aufkommende Psychologie, schaffen im 20. Jahrhundert weitere Ansatzpunkte für eine Kritik der Religion. Wird die menschliche Freiheit durch die Religion bedroht, ist die Religion Ausdruck eines eher kindlichen Wunschdenkens? Atheistische Positionen werden klarer formuliert, die Trennung von Religion und Staat schreitet voran. Gottesglaube versus Atheismus Die Theologie ist durch die Religionskritik herausgefordert. Gottesglaube wird mit Positionen des Atheismus und des Agnostizismus konfrontiert. Wie sich heute Theologen mit den Argumenten der "klassischen" Religionskritik auseinandersetzen, wird in diesem Teil der Unterrichtseinheit erarbeitet. Aufklärung von Glaube und Religion Dabei kann nur ein schmaler Ausschnitt an Argumentationen gewählt werden. Es wird aber auch deutlich, dass die Theologie von der Religionskritik selbst profitieren kann, auch wenn sie deren universalen Anspruch zurückweist. Glaube und Religion können dadurch selbst aufgeklärter werden. Neue Tendenzen Welche Zukunft hat die Religion im 21. Jahrhundert? Von einem Absterben der Religion kann keine Rede sein, im Gegenteil: Neue oder neu interpretierte religiöse Erkenntnis- und Ausdrucksformen rücken ins Blickfeld. Auch der christliche Glaube muss sich dabei den Herausforderungen veränderter Lebensbedingungen und wissenschaftlicher Reflexion stellen. Die Arbeit mit den philosophischen und theologischen Positionen der Religionskritik unterliegt immer der Gefahr, dass sie an der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler vorbeigeht. Eigenen Fragestellungen nachzugehen, ist deshalb besonders wichtig. Das Internet bietet dazu vielfältige und wichtige Informationsmöglichkeiten. Warum bekennen sich Menschen zum Christentum, zum Atheismus, Agnostizismus und Humanismus? Selbstzeugnisse bekannter Persönlichkeiten und ggf. Interviews mit bekennenden Christen, Atheisten und Agnostikern sollen zur Lebendigkeit der theoretischen Positionen beitragen. dober.de/religionskritik: Warum ich Christ - Atheist - Agnostiker bin Männliche wie weibliche Philosophen, Theologen und Religionskritiker schreiben wissenschaftliche Abhandlungen über die Religion und Gott. Was bewegt die (uns heute bekannten) Menschen, in ihrem Leben einen bestimmten Glauben oder eine bestimmte Idee zu leben? Dieses Material regt zum Forschen und Denken an. gerwin.de: Gespräche über Religion mit Hanno Gerwin Der Chefredakteur des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden spricht mit Prominenten über ihre Religion. Existiert Gott oder ist Gott eine Erfindung des Menschen? Thesen für eine Pro- und Contradiskussion werden erarbeitet. dober.de/religionskritik: Thesen für eine Podiumsdiskussion Die hier zu lesenden Texte liefern Argumente, die die Lernenden als Basis für die Diskussion nutzen können. Ist die Theodizeefrage tatsächlich der "Fels des Atheismus" (G. Büchner) oder gibt es Antworten auf diese existenzielle Frage? dober.de/religionskritik: Theodizee - Der Fels des Atheismus? Die Lernenden begeben sich von hier aus auf die Suche nach Antworten. Die "Inszenierung einer Diskussion der Religionskritiker" aus der Vergangenheit und Gegenwart soll die Anwendung und Vertiefung des Wissens sichern. Dabei soll auch auf die aktuelle Bedeutung und Zukunft der Religion eingegangen werden. dober.de/religionskritik: Religion - Quelle des Glücks oder Selbstbetrug? Hier finden die Lernenden alle Materialien für Vorbereitung und Durchführung einer Podiumsdiskussion.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Amish People: eine "fremde" Glaubensgemeinschaft in den USA

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Amish People: eine "fremde" Glaubensgemeinschaft in den USA" erarbeiten die Lernenden weitgehend selbstständig die Täuferbewegung, den Glauben sowie das Leben der Amischen. Sie entwickeln über vorhandene Berührungspunkte ein Verständnis für eine uns meist fremd anmutende Glaubensgemeinschaft und nähern sich dem politischen und religiösen Europa des 16. Jahrhunderts.Am Leben der Amish, deren Glaubensüberzeugungen aus der europäischen "Täuferbewegung" stammen, kann die Kraft von Religion, ihre psychologische Funktion sowie ihre kontextuelle Interdependenz veranschaulicht werden. Ein Ziel dieser Einheit besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Arbeitsplan für ein zu präsentierendes Thema erstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der publikumsnahen Präsentation. Der didaktische Rahmen ist auf die gemeinsame Arbeit ausgerichtet, die durch wenig Wertung und zielführende Aufgaben das "Wir-Gefühl" stärkt und Kreativität fördert. Das Thema "Amish People: eine "fremde" Glaubensgemeinschaft in den USA" im Unterricht Im Religionsunterricht kann diese Unterrichtseinheit mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingesetzt werden: Die Lernenden können anhand der Amish People die Funktion von Religion für Individuum und Gesellschaft untersuchen, Parallelen zwischen dem Niedergang der Staatskirche im 16. Jahrhundert und der Krise der Industriegesellschaft im 20. Jahrhundert ziehen oder auch Stagnation und Dynamik in religiösen Gemeinschaften analysieren. Für den Ethik-Unterricht kann der Fokus der Auseinandersetzung auf die Funktion von Moral für eine Gemeinschaft gelegt werden. Vorkenntnisse Hilfreich für das Verständnis sind die Stufen der Moral nach Kohlberg. Die Lehrkraft sollte neben dem Fachwissen einen Überblick über die Täuferbewegung, Glaube und Leben der Amish und die Kerngedanken aus Jungs Schrift: Psychologie und Religion haben. Didaktische Analyse Mit diesem Material kann das unhintergehbare menschliche Bedürfnis nach Religion erkannt werden, und in wie vielfältigen Formen es sich Ausdruck verschafft. Ausgehend von den Funktionen wäre zu überlegen, welche Formen Religiosität heute annimmt, ohne so zu heißen. Welche modernen "Kulte" gibt es? Das Thema "Religion" bedeutet eine Konfrontation mit intimsten Überzeugungen einerseits und der Irrationalität von Religion mit all ihren, teils schauderhaften Auswirkungen andererseits. Das kann zu Polarisierung führen. Methodische Analyse Die Schülerinnen und Schüler können Distanz zum Thema aufbauen, indem sie Kategorien zur Bearbeitung benutzen. Inhaltliche statt wertende Kategorien unterstützen dabei, die hinter dem Phänomen "Religion" stehenden Bedürfnisse zu durchschauen, ohne in Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen. Sie bearbeiten arbeitsteilig einen Themenschwerpunkt und nähern sich auf diese Weise der fremden Glaubensgemeinschaft je nach Interesse weitgehend selbstständig. Zusätzlich hat der Arbeitsprozess dieser Einheit die Intention, durch Stärkung des "Wir-Gefühls" einer Polarisierung entgegenzusteuern. Kriterien für die Präsentation im Anschluss sollten vorab festgelegt werden. Zum Beispiel sollen die Lernenden einen historischen Überblick ermöglichen, Definitionen verständlich darstellen, anschaulich bleiben sowie sich an der Zielsetzung orientieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich ein Thema selbstständig. gestalten eine Präsentation ansprechend und themengerecht. betrachten ein Thema vom Ziel her. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse zum Beispiel mithilfe von PowerPoint. recherchieren zielgerecht im Internet. setzen digitale und analoge Medien zielführend ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielführend in der Gruppe. nehmen konstruktive Kritik angemessen auf. Schirmer, Dietrich (1985): Kirchenkritische Bewegungen, Bd. 2. Jutta Knauf (1993): Jacob's Ladder: Einfluss der Religion auf das Alltagsleben einer Old-Order Amischgemeinde in Ohio/USA. Frankfurt. C.G. (1972): Psychologie und Religion, Freiburg.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" informiert die Lernenden ausgehend von aktuellen terroristischen Anschlägen für eine sachliche Diskussion eines emotional hoch besetzten Themas. Die Einheit um Konflikte der Religionen ist durch Artikel und Fragen strukturiert, Antworten werden dabei im Sinne der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Lernenden aber nicht vorgegeben. Nachdem der Islamische Staat (IS) die Verantwortung für die Bombenanschlägen in Sri Lanka im April 2019 mit über 250 Toten für sich beansprucht hat, wird in den Medien wieder einmal verstärkt über einen Krieg der Religionen diskutiert. Nach den ersten Erkenntnissen haben islamistische Terroristen in Sri Lanka gezielt Christen ins Visier genommen, die gerade die Ostermesse feierten. Darüber hinaus tötete im März 2019 ein Rechtsterrorist bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch in Neuseeland mit Schusswaffen insgesamt 50 Menschen und verletzte weitere zum Teil schwer. Diese Unterrichtseinheit untersucht deshalb auf der Grundlage mit einer Diskussionsrunde im ZDF die Frage, inwieweit Religionen selbst den Kern von Gewalt in sich tragen oder für Gewaltzwecke instrumentalisiert werden. Die Grundlage dafür bilden Dokumentationen über die Entstehung und Radikalisierung des IS. Darüber hinaus werden an vielen Stellen Parallelen zu ähnlichen Anschlägen in der Vergangenheit hergestellt sowie zur Prävention Möglichkeiten für das friedliche Zusammenleben von Religionen aufgezeigt. Unterschiedliche Beispiele für Terrorismus dienen dazu, die Lernenden für ihre Mitmenschen zu sensibilisieren und im Sinne der Toleranz und Demokratieerziehung Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Integration zu verstehen. Unterschieden wird in diesem Unterrichtsmaterial die Rolle von Religion in den westlichen Industriestaaten und im Nahen und Mittleren Osten, aber auch der Wunsch nach Macht als anthropologischer Gegebenheit. Darüber hinaus wird auch die atheistische Position berücksichtigt. Auf der Grundlage der Diskussion entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Präventionsideen und setzen sich damit aktiv mit einem sehr brisanten aktuellen Thema auseinander. Das Thema "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" im Unterricht In der vorliegenden Unterrichtseinheit können die Lernenden anhand der Terroranschläge in Sri Lanka exemplarisch über religiöse Gewalt diskutieren. Die durchführende Lehrkraft sollte dabei über die Besonderheiten der Weltreligionen Bescheid wissen sowie über die unterschiedlichen Vereinbarungen zwischen Staaten und Religion, Laizismus, Staatsreligionen und Staatsverträge. Die Beschäftigung mit dem Thema "Religiöser Terror" soll bei den Schülerinnen und Schülern die Sensibilität dafür schärfen, wie wichtig es für den Frieden in der Gesellschaft ist, Menschenrechte und deren Einhaltung den Vorrang vor religiösen Interessen einzuräumen. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten vorab grob über die Inhalte der Weltreligionen und Entwicklung der Menschenrechte Bescheid wissen. Didaktische Analyse Mit diesem Material kann die enge Verflechtung politischer und religiöser Interessen, die sich oft gegenseitig legitimieren, erkannt werden. Diese Erkenntnis kann Lösungen in Konflikten und zwar auf allen Ebenen, auf denen Religion beheimatet ist, erschweren, wenn sie Machtverhältnisse einseitig festigt. Methodische Analyse Weltpolitisch können die Schülerinnen und Schüler wenig ausrichten, aber diese Einheit will zu einer gewissen Wachheit auffordern. Die Lernenden werden dazu angeregt, ein emotionales Thema zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven in den Blick zu nehmen und Stellung zu beziehen. Dazu informieren sich die Lernenden weitgehend selbstständig im Internet sowie in Auszügen der Bibel und dem Koran. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die gefährliche Verflechtung von Politik und Religion, die aufgrund des urmenschlichen Bedürfnisses von Macht nur schwer zu entschärfen ist. erkennen, dass diese Verflechtung und ihre Folgen jeden betreffen. erkennen, dass sie als einzelne in ihrem direkten Lebensumfeld Chancen zu einem friedlichen Miteinander ergreifen und gestalten können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die wesentlichen Informationen aus Texten heraus. nutzen gemäß der Aufgabenstellung adäquate Mittel. leisten den Transfer von der Informationsebene zur Darstellungsebene. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielführend in der Gruppe zusammen und teilen Aufgaben untereinander auf. hören sich gegenseitig aktiv zu.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Sekundarstufe I

Religionsmonitor

Unterrichtseinheit

Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung ist ein Online-Angebot, das die Ausprägung von Religiosität untersucht. Dieser Beitrag mit verschiedenen Vorschlägen für das Fach Religion hilft, den Religionsmonitor in den Unterricht zu integrieren. Nach der zwanzigminütigen Online-Befragung ist ersichtlich, wie religiös die Person ist, die den Religionsmonitor durchlaufen hat. Wie zuverlässig oder sinnvoll eine solche Bewertung von Religiosität ist oder sein kann, wird in dieser Unterrichtseinheit besprochen, in die die Arbeit mit dem Religionsmonitor eingebettet ist. Neben dem Bewusstsein für die eigene Religiosität erwerben die Lernenden Kompetenzen aus dem Bereich der Statistik sowie Kritikfähigkeit hinsichtlich derartiger Befragungen. Da der Glaube mit seinen Ausdruckformen und Ausprägungen in den Lehrplänen der meisten Länder als Unterrichtsthema gefordert wird, eignen sich diese Vorschläge für den Einsatz in vielen Klassen und Kursen. Die folgenden sechs Elemente der Unterrichtseinheit lassen sich in der Regel als Einzelstunden umsetzen. Eventuell könnte das erste Thema "Jahrmarkt der Heilsangebote" mehr als eine Stunde beanspruchen, wenn alle Schülervorträge ausführlich in den Unterricht eingebunden werden. Eine abschließende Gruppenauswertung des Religionsmonitors zum Ende der Reihe ist nicht vorgesehen, weil bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von 20 bis 30 Lernenden keine repräsentativen Aussagen möglich sind. 1. Jahrmarkt der Heilslehren Unter Heil verstehen wir Sinn, Glück und Zufriedenheit. Zum Einstieg in die Einheit kann sich ein Blick auf verschiedene Heilslehren anbieten. 2. Kerndimensionen des Glaubens Wenn man innerweltliche und partikuläre Heilslehren außer Acht lässt, bleiben mehrere Hochreligionen der Welt, unter denen der Mensch scheinbar die freie Auswahl hat. 3. Religionsmonitor Um den Lernenden eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung der eigenen Religiosität zu ermöglichen, wird der Religionsmonitor in Einzelarbeit durchlaufen. 4. Hinterfragung Damit die Fragen zur Religiosität nach dem bloßen "Durchklicken" nicht verpuffen, ist ein eingehendes Hinterfragen der Ergebnisse des Religionsmonitors unabdingbar. 5. Religiosität in Deutschland Im Vergleich mit den Ergebnissen für Deutschland lässt sich feststellen, ob die Lerngruppe "im Trend" liegt oder davon abweicht. 6. Vergleich mit anderen Online-Umfragen zur Religiosität Online-Umfragen sind im Web 2.0 en vogue. Einige Beispiele werden hier untersucht, was sich als optionaler Abschluss der Unterrichtseinheit anbietet. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Religion und Religiosität aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind. erhalten einen Überblick über Merkmale der großen Weltreligionen. bauen eine Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Religiosität auf. erweitern ihre Fähigkeit zur Auswertung von Balkendiagrammen und zur Interpretation statistischer Ergebnisse. entwickeln eine kritische Haltung gegenüber statistischen Erhebungen entwickeln. Neben den klassischen Religionen bewerben sich zunehmend politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche sowie esoterische Anschauungen und Verhaltensweisen um den Anspruch, den Menschen dieses Heil zu vermitteln. Das breite Spektrum dieser unterschiedlichen Angebote soll durch eine Präsentation der unterschiedlichen Symbole bewusst gemacht werden. Motivation Die symbolische Darstellung verschiedenster Heilslehren oder Heilsansätze wird mit der Datei "Symbole für verschiedene Heilslehren" projiziert. Bekannte Symbole werden von den Schülerinnen und Schülern wiedererkannt. Unbekannte Symbole werden von der Lehrkraft kurz genannt und erklärt. Schülerarbeit/Recherche Die Schülerinnen und Schüler suchen sich aus einer Anzahl von Rollenkarten mit Heilslehren (Datei religionsmonitor_1_rollenkarten.doc) diejenige heraus, für die sie sich besonders interessieren. Bei Bedarf können die Karten mehrfach kopiert werden; es können auch zwei Lernende mit einer Karte arbeiten. Mithilfe der jeweils angegebenen Internetadresse informieren sich die Lernenden über das jeweils auf der Karte angebotene "Heil" und notieren sich Stichpunkte. Schülervortrag Die Schülerinnen und Schüler stellen das Heilsangebot, über das sie sich informiert haben, kurz im Plenum vor. Abschluss Die zweite Seite von Arbeitsmaterial 1, "Religionen und Weltanschauungen", wird gezeigt. Die Lernenden können darauf erkennen, dass es sogenannte Hochreligionen gibt, deren Bezeichnung direkt auf dem Farbkreis liegt. Weitere jenseitsorientierte Gruppierungen befinden sich innerhalb des Kreises, während diesseitsorientierte Weltanschauungen und Haltungen außerhalb des Kreises liegen. Ferner wird durch den Farbkreis dargestellt, dass sich die einzelnen Hochreligionen durch ihr Gottesbild und die Anzahl der jeweils angenommenen Götter unterscheiden: Pantheismus - Polytheismus - Henotheismus - Monotheismus - Atheismus (Buddhismus), wobei sich der Kreis bei den beiden großen asiatischen Religionen Hinduismus und Buddhismus schließt. Obwohl die Erziehung einen großen Einfluss auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft hat, kann der mündige Erwachsene bestimmten Glaubenssätzen eher zustimmen als anderen. Welche Kerndimensionen des Glaubens unsere tatsächliche Religiosität bestimmen, soll durch ein Polaritätsprofil ermittelt werden. Die Arbeitsblätter "Ein Gott - drei Glaubensbekenntnisse?" und "Kerndimensionen des Glaubens" der Datei Religionsmonitor-2-Credos.doc (Seiten 1 und 3) müssen in ausreichender Anzahl vervielfältigt oder als zu bearbeitende Dokumente zur Verfügung gestellt werden. Wiederholung/Motivation In Erinnerung an den Farbkreis der letzten Stunde (Hochreligionen - innerweltliche und esoterische Weltanschauungen) werden die Lernenden an die Konzentration auf die monotheistischen Offenbarungsreligionen herangeführt. Schülerarbeit Die Schülerinnen und Schüler bewerten verschiedene Glaubensbekenntnisse und werden sich dadurch ihrer eigenen Glaubenseinstellung bewusster. Tafelanschrift Im gemeinsamen Gespräch mit der Lehrkraft (Fragen in der Datei Religionsmonitor-2-Credos, Seite 2) werden die Kerndimensionen des Glaubens, wie sie im Religionsmonitor genannt werden, erarbeitet. Schülerarbeit Die Tafelanschrift wird auf das 2. Arbeitsblatt "Kerndimensionen des Glaubens" übertragen. Danach fertigen die Schülerinnen und Schüler ein Polaritätsprofil an, aus dem ihr individueller Zugang zur Religiosität ersichtlich wird. Wichtig: Beim Polaritätsprofil gibt es keine richtige oder falsche "Lösung", denn es stellt eine subjektive und daher immer gültige Visualisierung persönlicher Einstellungen dar. "Eine angemessene Beurteilung kultursoziologischer Aspekte von Religiosität setzt eine Erfassung und Abbildung religiöser Tendenzen und Dynamiken voraus, die sich auf umfassende und aussagekräftige Daten stützt. Die Bertelsmann Stiftung hat deshalb mithilfe von Religionswissenschaftlern, Soziologen, Psychologen und Theologen ein Instrument entwickelt, das aufbauend auf vorhandenen Erhebungen die verschiedenen Dimensionen von Religiosität in der modernen Gesellschaft tiefergehend als bisher untersucht: den Religionsmonitor" (Quelle: Bertelsmann Stiftung ). Organisation Alle Schülerinnen und Schüler sollten möglichst einen eigenen Computer mit Internetzugang zur Verfügung haben, um die Umfrage individuell durchführen zu können. Bei zu großen Lerngruppen ist eine Teilung zu empfehlen, da Partner- oder Gruppenarbeit am Religionsmonitor unzweckmäßig ist. Es sollte die Möglichkeit bestehen, das Ergebnis der Umfrage individuell zu speichern (etwa auf einem USB-Stick oder in der privaten Dateiablage) oder auszudrucken. Fragenkatalog Zur Information der Lehrkraft sind die Fragen und möglichen Antworten, die im Religionsmonitor vorkommen, in der Datei Religionsmonitor-3-Fragenkatalog.doc aufgelistet. Zum Einstieg wird der "Erklärfilm zum Religionsmonitor" gezeigt oder an Einzelrechnern gesehen. Bertelsmann Stiftung: Erklärfilm zum ''Religionsmonitor'' Mit der Frage, welche der im Film gezeigten Szenen einen direkten Bezug zum Religionsmonitor aufweisen, wird auf die Analyse der eigenen Ergebnisse übergeleitet. youtube.com: Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung Eventuell kann der "Erklärfilm zum Religionsmonitor" von der Bertelsmann-Seite oder bei YouTube heruntergeladen werden, damit er ohne das ablenkende "Drumherum" der jeweiligen Webseiten angesehen werden kann. Vorbemerkung Die Umfrage dauert etwa 20 Minuten und verläuft vollständig anonym, also ohne Angabe persönlicher Daten. Die Erhebung sämtlicher abgefragter Informationen erfolgt zu rein wissenschaftlichen Zwecken. Die einzelnen Fragen müssen beantwortet werden, um zur nächsten Frage zu gelangen. Wer keine Antwort geben möchte, wähle bitte "weiß nicht / keine Angabe" aus. Schülerarbeit Die Schülerinnen und Schüler geben die Internet-Adresse des Religionsmonitors, religionsmonitor.com , ein. In der Mitte der Seite ist auf den Link "Zur Umfrage" zu klicken, um zum Religionsmonitor zu gelangen. Die Lehrkraft sollte in den folgenden etwa 20 Minuten auf keine inhaltlichen Fragen eingehen, sondern sich auf eventuell notwendige technische Hilfestellung beschränken. Ergebnis Die Lernenden sollten nun genügend Zeit erhalten, ihr persönliches Religiositätsprofil, das vom Religionsmonitor erstellt wird, zu studieren. Dazu muss es gespeichert oder gedruckt werden. Zur fundierten Hinterfragung der Ergebnisse gehört zunächst die individuelle Auseinandersetzung mit den eigenen Ergebnissen, die am besten in einer häuslichen Nacharbeit geleistet werden kann. Dann können eventuelle Unklarheiten oder stark abweichende Ergebnisse mit einem Beispiel im Unterricht verglichen und interpretiert werden. Schließlich sind auch mögliche Stärken und Schwächen der Online-Befragung bewusst zu machen. Unterrichtsgespräch Mithilfe der projizierten Seiten des Dokuments oder der vorbereiteten Folien werden die einzelnen Ergebnisse des Religionsmonitors gemeinsam besprochen. Die Hinweise auf der ersten Seite der Datei Religionsmonitor-4-Auswertung dienen der Information der Lehrkraft. Bei der Besprechung ist darauf zu achten, dass die religiösen Gefühle einzelner Mitglieder der Lerngruppe nicht verletzt werden. Schülerarbeit/Recherche Mit Fragen nach der Glaubwürdigkeit und Bedeutung der Ergebnisse wird auf mögliche Stärken und Schwächen des Religionsmonitors hingewiesen. wikipedia.de: Religionsmonitor Die Lernenden informieren sich in einem Wikipedia-Artikel über positive und negative Kritikpunkte an der Fragestellung und setzen diese Kritik in Bezug zu den Ergebnissen in der Lerngruppe. Abschluss der Stunde oder Hausaufgabe Die Schülerinnen und Schüler formulieren eigene Fragen zur Religiosität oder verbessern einzelne Fragen aus dem Religionsmonitor. Dabei kann es nicht darum gehen, eine weitere Befragung zu konzipieren, vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie schwierig es ist, die Religiosität durch die Antworten auf punktuelle Fragen zu bestimmen. Gegebenenfalls lassen sich Gründe für die Ergebnisse in der Klasse ausmachen, zum Beispiel historische Gründe (atheistische Erziehung in den Bundesländern der ehemaligen DDR) oder ethnische Gründe (Migration). Das Arbeitsblatt Religionsmonitor-5-Fazit ist in ausreichender Anzahl zu vervielfältigen. Für die Recherche müssen Computer mit Internetanschluss zur Verfügung stehen, es sei denn, die auf dem Arbeitsblatt verlinkten PDF-Dateien können im Intranet der Schule zugänglich gemacht werden. Motivation Durch eine kurze Recherche im Internet kommt man zur Präsentation der Ergebnisse des Religionsmonitors. Dabei handelt es sich um eine 288-seitige Broschüre mit folgenden bibliografischen Angaben: Religionsmonitor 2008. Hg. von der Bertelsmann Stiftung. Gütersloher Verlagshaus 2007 (ISBN-13: 978-3579064659). In diesem Umfang können die Ergebnisse in der Schule nicht aufgearbeitet werden, aber einige Fakten werden exemplarisch herausgegriffen. Schülerarbeit Mithilfe des vorbereiteten Arbeitsblatts werden einige Ergebnisse des Religionsmonitors bewusst gemacht. Dabei sollen die Lernenden bestimmte Fakten in einem online zugänglichen Text finden und auf dem Arbeitsblatt zuerst in einem Lückentext, dann stichpunktartig exzerpierend festhalten. Abschluss Eine Schülerin oder ein Schüler referiert kurz die Ergebnisse der Schülerarbeit. Dann werden die Ergebnisse des Religionsmonitors in der Lerngruppe zu den "objektiv" festgestellten Ergebnissen in Beziehung gesetzt: Wo finden sich Übereinstimmungen? Wo gibt es Abweichungen? Lassen sich Gründe dafür benennen? Auf diese Fragen kann es keine generelle Antwort geben, sondern Antworten müssen individuell in der Lerngruppe durch Diskussion oder Lehrer-Schüler-Gespräch gefunden werden. Nicht alle Umfragen und Tests zu religiösen Themen im Netz sind gleichermaßen seriös. Der Vergleich einiger Beispiele, darunter auch zwei aus dem englischsprachigen Raum, mit dem Religionsmonitor soll zeigen, welche Bedeutung solchen Umfragen beizumessen ist und welches dieser Angebote am ehesten den Anspruch von Wissenschaftlichkeit erfüllt. Motivation "Ganz Deutschland wird getestet. Wird wirklich alles getestet? Nein! Der kulturelle Bereich, zu dem auch die Religion gehört, scheint von der Stiftung Warentest noch nicht entdeckt zu sein. Diese Lücke soll in der kommenden Stunde geschlossen werden." - Mit dieser Ankündigung, die sprachlich an die Einleitung der klassischen Asterix-Comics angelehnt ist, wird einerseits auf die verbreitete "Testeritis" hingewiesen, andererseits darauf vorbereitet, dass sich der Religionsmonitor einem Vergleich mit thematisch ähnlichen Online-Angeboten stellen soll. Stundenverlauf Mithilfe des Arbeitsblattes probieren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Online-Angebote aus und tragen ihre Ergebnisse in die vorbereitete Tabelle ein. Eventuell ist eine Aufteilung in Gruppen sinnvoll, da der Umfang der "Tests" stark schwankt. Die englischsprachigen Tests sollten möglichst von einer Englisch sprechenden Lehrkraft begleitet werden, können aber auch weggelassen werden. Die letzte Zeile auf dem Arbeitsblatt bezieht sich auf den Religionsmonitor. Die Angaben zu diesem Test sollten ohne nochmalige Recherche gemacht werden können. Abschluss Unschwer ist zu erkennen, dass der Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung das seriöseste und umfangreichste Angebot im Testfeld ist. Deshalb haben seine Ergebnisse auch die höchste Aussagekraft. Die folgenden Angebote werden zum Vergleich herangezogen. Neben dem Titel und dem Internet-Link ist jeweils eine knappe Einschätzung des Angebots angegeben.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Religiöse Motive in der Werbung

Unterrichtseinheit

Eine Ordensfrau, die morgens um halb zehn in einen Schokoriegel beißt, italienische Mönche, die sich über die Pizza aus Deutschland wundern, gefaltete Hände in der Autoreklame - religiöse Motive und Anspielungen tauchen recht häufig in unserer Werbelandschaft auf. Diese Beispiele lassen darauf schließen, dass trotz aller scheinbar widersprüchlichen Aussagen die Religion einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Dieser Unterrichtsvorschlag liefert Gesprächsanlässe und Anregungen zur Behandlung dieses Themas im Unterricht. Ausgehend vom bayerischen Lehrplan für katholische Religionslehre am Gymnasium wird hier ein zentrales Thema aus der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler aufgegriffen: "Religiöses in Erfahrungen unseres Lebens". Spuren von Religion im Umfeld junger Menschen, etwa der Glaube an Übernatürliches, heilige Stät­ten, Riten, Gegenstände, Zeiten, Brennpunkte und Ernstsituationen des Lebens sollen Inhalte eingehender Betrachtungen sein. Einführung und Anmerkungen Thematische Einordnung und Ablauf der Unterrichtseinheit im Einzelnen. Religiöse Motive in der Werbung - Arbeitsaufträge Arbeitsaufträge und Fragestellungen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 geben Impulse dafür, wie das Thema "Religiöse Motive in der Werbung" Einzug in den Religionsunterricht finden kann - mit Einsatz der neuen Medien. Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass religiöse Motive überall in unserer oft scheinbar a-religiösen Umwelt vorhanden sind. lernen, kritisch mit der missbräuchlichen Verwendung von Religion umzugehen. befähigt werden, fundiert zum Thema "Spuren von Religion" zu argumentieren. den Absolutheitsanspruch religiöser Gedanken gegenüber der Vergänglichkeit materieller Werte erkennen. Diese Beispiele lassen darauf schließen, dass trotz aller scheinbar widersprüchlichen Aussagen die Religion einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Dieser Unterrichtsvorschlag liefert Gesprächsanlässe und Anregungen zur Behandlung dieses Themas im Unterricht. Print-Publikation Gerd Buschmann / Manfred L. Pirner: Werbung, Religion, Bildung. Kulturhermeneutische, theologische, medienpädagogische und religionspädagogische Perspektiven (Beiträge zur Medienpädagogik, Bd. 8). Frankfurt/M. (Gemeinschaftswerk der Ev. Publizistik, Verlag), 2003, 272 S. Preis: 21,80 € ISBN 3-932194-66-7 Aus welchen Gründen werden religiöse Motive in der Werbung verwendet? Gibt es positive Aspekte, die man dem Phänomen "Religiöse Motive in der Werbung" abgewinnen kann? Welcher Stellenwert wird jeweils religiösem Gedankengut eingeräumt? Arbeiten Sie zu zweit. Suchen Sie auf den Seiten von Werbeagenturen und Marketingmedien eine Werbegrafik, die "Gott" oder "das Göttliche" verwendet, und kopieren Sie sie in eine neue Seite in einem Textverarbeitungsprogramm. Beschreiben Sie die Anzeige (Bild + Text) und versuchen Sie eine Deutung der Wirkung, die durch die Verwendung des religiösen Motivs erzielt werden soll. Die Grafik und Ihre Interpretation sollen auf einer Seite Platz finden. Speichern Sie diese Seite in einem Netzordner, so dass Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sie betrachten können, und stellen Sie sie kurz (mündlich) vor. Thematische Einordnung Mit dieser Unterrichtseinheit können die "Heiligtümern junger Menschen", die Trost, Geborgenheit, Prestige und Handlungsimpulse vermitteln, definiert und analysiert werden. Religiöser Fanatismus und Fundamentalismus, Sektierertum und falsches Erwählungsbewusstsein können im Anschluss behandelt werden. Ablauf Die Schülerinnen und Schüler erhalten das Arbeitsblatt und bearbeiten die Aufgaben mit Hilfe der Informationen, die an den angegebenen Internetadressen zu finden sind. Ihre Ergebnisse werden mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms gesichert. Die so entstehende Seite kann entweder via Beamer der Klasse gezeigt oder ausgedruckt und diskutiert werden. Auch zurückhaltende SchülerInnen werden durch die schriftliche Fixierung zu eigenen Beiträgen ermuntert. Diese können später online präsentiert werden.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Religionen der Welt

Unterrichtseinheit

Welche Bedeutung die Religionen aktuell in der Welt haben, was sie trennt und verbindet, erfahren Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Ihre Ergebnisse arbeiten die einzelnen Gruppen anschließend zu einer PowerPoint-Präsentation aus. Seit dem 11. September 2001 ist das Interesse am Islam sprungartig gestiegen. Wer aktuelle Konflikte in der Welt verstehen will, muss neben den politischen und sozialen Ursachen auch ihre religiösen Hintergründe kennen. Ob es um den Kampf der al-Qaeda gegen die USA geht oder um den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern - immer stehen die Gegensätze der Religionen im Mittelpunkt. Dabei gibt es durchaus viele Gemeinsamkeiten. Was die Religionen trennt und was sie verbindet, recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieser Unterrichtseinheit. Gleichzeitig erfahren sie mehr über die Religion ihrer Mitlernenden, denn in den meisten deutschen Schulklassen sind heute ganz unterschiedliche Glaubensrichtungen vertreten. Selbstständig informieren sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit über Religionen der Welt: über Islam und Judentum, Buddhismus und Hinduismus sowie über Religionen in China und die Naturreligion der Aborigines. Dabei wählen die Lernenden thematische Schwerpunkte aus. Anschließend schlüpfen sie in die Rolle derjenigen, die Inhalte vermitteln. Mit einer medialen Präsentation informieren sie ihre Mitlernenden, Eltern und Lehrkräfte über ihre Recherche-Ergebnisse. Die gewonnenen Kenntnisse sollen helfen, Vorurteile gegenüber anderen Religionen abzubauen und die Grundlagen für eine weitergehende Diskussion im Fach Ethik legen. Unterrichtsziele Selbstgesteuertes Lernen mit einer Vielfalt neuer Medien zu fördern, das ist das zentrale Ziel der Reihe. Technik und Methodik Welche technischen Kenntnisse werden bei den Schülerinnen und Schülern vorausgesetzt? Und welche methodischen Grundsätze stehen im Mittelpunkt dieser Reihe? Die Unterrichtsreihe in der Praxis Rosi Hoppe und Joachim Gravert schildern hier ihre Projekt-Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen über die Religionen der Welt sammeln. die Gemeinsamkeiten aller Religionen erkennen. bei der Informationssuche verschiedene Medien nutzen (Bücher, CDs, Internet) und Personen befragen. Vorurteile abbauen und Verständnis entwickeln. ihre Arbeitsergebnisse mit PowerPoint präsentieren. Gute Ausstattung wichtig Voraussetzung für die Durchführung der Unterrichtsreihe ist eine ausreichende Anzahl von Notebooks oder Computern. Für zwei Schülerinnen und Schüler sollte möglichst ein Rechner zur Verfügung stehen. Der Umgang mit dem Computer sollte bekannt sein, damit technische Schwierigkeiten nicht zu viel Raum einnehmen. Vorkenntnisse vorhanden Die Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule Hegholt, einer integrierten Haupt- und Realschule, arbeiten seit dem 7. Schuljahr mit Notebooks. Sie können PowerPoint zur Erstellung von Präsentationen anwenden. Außerdem beherrschen sie die Text-, Bild- und Tonbearbeitung mit PowerPoint grundlegend. Im Zeitrahmen für die Unterrichtsreihe "Die Religionen der Welt" wurde daher keine technische Einführung in die Arbeit mit Notebooks beziehungsweise mit PowerPoint und Excel eingeplant. Um die Arbeit stärker auf die Inhalte und weniger auf die Technik auszurichten, wurde die Präsentation nicht mit dem Programm Mediator erstellt. Problemorientierung Die Unterrichtsreihe knüpft an die Geschehnisse des 11. Septembers 2001 an. Sie beleuchtet die politischen, sozialen und religiösen Hintergründe für die Konflikte zwischen der islamischen und der christlichen westlichen Welt. Darüber hinaus werden sich die Schülerinnen und Schüler der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen weiteren Religionen bewusst. Gruppenarbeit Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in sechs Gruppen mit je vier bis fünf Personen zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Die Gruppen sollten sich nach Absprache so zusammensetzen, dass in jeder Gruppe Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Leistungsbandbreiten und Spezialkenntnissen vertreten sind. In jeder Gruppe ist eine Person GruppensprecherIn. Sie teilt die Arbeit nach Absprache mit den Gruppenmitgliedern ein, protokolliert die Arbeitsergebnisse und ist Ansprechperson für die Lehrkraft. Sie organisiert die Zusammenfassung der Einzelergebnisse. Außerdem entwickeln sich in jeder Gruppe Expertinnen und Experten. Die einen sind vorrangig für die inhaltliche Erarbeitung, die anderen für die mediale Umsetzung zuständig. Die Lehrkraft berät alle Gruppen während der einzelnen Arbeitsphasen. Interesse Aufgrund der Aktualität des Themas war das Anfangsinteresse der Schülerinnen und Schüler an fremden Religionen sehr groß. Außerdem gab es in der Klasse Schülerinnen und Schüler verschiedener Glaubensrichtungen. Sie konnten sich als Expertinnen und Experten einer Religion in den Unterricht einbringen. Dieses Wissen stieß bei den Mitschülerinnen und Mitschülern auf breite Akzeptanz und kann sicher auch in anderen Lerngruppen zur Motivation beitragen. Beratungsbedarf bei der Gruppenarbeit In den meisten Gruppen verlief die Arbeit außerordentlich eigenständig. Vereinzelt gab es Warteschlangen am Scanner oder Engpässe bei den Software-Einzellizenzen und Büchern. Auch Beratungsengpässe ließen sich wegen des großen Bedarfs trotz der Anwesenheit von zwei Lehrkräften nicht immer vermeiden. Bei sehr großen und heterogenen Lerngruppen ist eine Doppelbesetzung also unbedingt sinnvoll. Integration schwächerer Schülerinnen und Schüler Es war schwierig, leistungsschwache Schülerinnen und Schüler so in die Gruppenarbeit einzubinden, dass beide Seiten davon profitieren konnten. Die Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit dem Projektverlauf hing davon ab, wie gut die Zusammenarbeit in der Gruppe geklappt hatte. Einige Gruppen zeigten soziale Reife: Sie waren hoch zufrieden darüber, dass sie es geschafft hatten, alle Gruppenmitglieder gemäß ihren Möglichkeiten in die Arbeit einzubinden. Kritischer Umgang mit Internet-Quellen Die kritische Auseinandersetzung mit Quellen im Internet ist ein langwieriger Lernprozess. Diese Kompetenz entwickelt sich nicht durch eine einzige Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler lassen sich erfahrungsgemäß immer wieder verführen, ihre kritische Haltung aufzugeben. Sie haben Schwierigkeiten, die Qualität einer Quelle einzuschätzen. Der Bedarf an Beratung durch die Lehrkräfte ist in diesem Punkt groß. Technische Tüftelei Bei der Ausarbeitung der PowerPoint-Präsentation waren in den Gruppen nicht nur Know-how, gute Ideen, Erfahrung und Geschick erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler mussten auch viel Geduld aufbringen, bis sie ihre Ideen optimal umgesetzt hatten. Ergebnissicherung als realitätsnahe Aufgabe Arbeitsergebnisse werden an der Offenen Ganztagsschule Hegholt so oft es geht einer weiteren Öffentlichkeit (Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräften) vorgestellt. Das geschah zum Beispiel am Tag der offenen Tür. Die Schülerinnen und Schüler sehen diese Präsentationsmöglichkeit als Wertschätzung ihrer Arbeit und als "echte", da realitätsnahe Aufgabe. Wissen selbstsicher vermitteln Das Projekt ist für eine 9. Klasse gut geeignet. Die Schülerinnen und Schüler haben ihr Wissen ausgebaut und so eine Basis erhalten, sich künftig in Gesprächen sachlich zu beteiligen und Vorurteilen entgegenzutreten. Ein Highlight der Reihe war die Podiumsdiskussion, in der die Gruppensprecher ihren Informationsstand einbringen mussten und sich teilweise engagiert beteiligten. Viele SchülerInnen registrierten bei sich selbst selbst einen erheblichen Fortschritt bei der Anwendung von Präsentationstechniken, aber auch in punkto Auftreten und Selbstsicherheit. Projektdauer kürzen Für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler war es schwierig, Motivation und Arbeitswillen über einen Zeitraum von zwölf Wochen zu erhalten. Bei einem erneuten Durchgang würde die Projektdauer daher gekürzt. Selbstgesteuertes Lernen Die Schülerinnen und Schüler suchen selbstständig Informationsmaterial, das sie für ihre Aufgaben verwenden können. Die Auswertung und Zusammenstellung der Informationen wird innerhalb der Arbeitsgruppen abgesprochen. Durch die eigenständige Verteilung von Aufgaben in der Gruppe lernen sie, selbstbestimmt Schwerpunkte zu setzen. Bezüglich des Layouts der Präsentation, der Abfolge und der einzelnen Aufgaben bei der medialen Präsentation der Arbeitsergebnisse werden ebenfalls gruppeninterne Absprachen getroffen. Medienkompetenz Bei der Recherche nach Informationen müssen die Schülerinnen und Schüler die Seriosität einzelner Quellen kritisch bewerten. Ihre Kompetenz bei der Beurteilung von Internet-Quellen wird durch die Unterrichtsreihe so weiter ausgebaut. Bei der Erarbeitung der PowerPoint-Präsentation müssen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Softwareprodukte, unterschiedliche Dateien und inhaltlich abgestimmte Verlinkungen so einsetzen, dass eine problemlose Navigation möglich ist. Abgesehen von der technischen Umsetzung kommt es bei der Präsentation wesentlich darauf an, die Aufmerksamkeit der Mitschülerinnen und Mitschüler zu wecken und ihnen die Gruppenergebnisse verständlich zu vermitteln. Andere Gruppen sollen sich schließlich mit den ihnen unbekannten Inhalten auseinandersetzen. Lernzielsicherung Als Lernzielkontrolle ist im Fach Ethik ein Test mit Fragen zu den Religionen der Welt möglich. Im Fach Deutsch können die Schülerinnen und Schüler einen Aufsatz zum Thema "Unsere Gruppenarbeit" schreiben, in dem sie die eigene Arbeit kritisch reflektierten. Im Projektunterricht ist ein Fragebogen zum Inhalt, zur Organisation des Projekts, zum Lernzuwachs und zur Arbeit mit dem Notebook möglich. Darüber hinaus ist auch die Präsentation der Arbeitsergebnisse Teil der Lernzielsicherung. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Ergebnisse nicht nur vor der eigenen Klasse, sondern auch vor Parallelklassen, Klassen eines anderen Jahrgangs, am Elternabend oder am Tag der Offenen Tür präsentieren.

  • Religion / Ethik / Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Und woran glaubst du? Unsere Weltreligionen unter der Lupe

Unterrichtseinheit
14,99 €

Religion ist in der modernen Gesellschaft ein breites Themenfeld mit unterschiedlichen Facetten. Die verschiedenen Glaubensrichtungen (Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus) sind einerseits Teil des gesellschaftlichen Lebens. Andererseits stellen die einzelnen Glaubensgemeinschaften ein eigenständiges soziales Umfeld mit spezifischen Werten und Weltanschauungen dar. Im Rahmen des Werte-und-Normen-Unterrichts ist die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Glaubensrichtungen notwendig, um ihren Stellenwert als moralische Instanzen besser zu verstehen. In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Weltreligionen. Sie setzen sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der verschiedenen Religionen auseinander. Hinzu kommt der Diskurs über die persönlichen Werte, welche aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler für ein harmonisches Zusammenleben notwendig sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit in Gruppen und auf dem Austausch im gesamten Klassenverband. Die Thematik setzt eine Sensibilität seitens der Lehrkraft und den einzelnen Klassenmitgliedern voraus. In den meisten Klassen treffen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Glaubensrichtungen aufeinander. Eine Ausnahme bilden Schulen unter kirchlicher Trägerschaft, in denen diesbezüglich eine größere Homogenität besteht. Daneben ist unsere Gesellschaft in vielen Bereichen säkular geprägt. Deshalb ist heutzutage von einem vergleichsweisen hohen Prozentsatz an Schulpflichtigen auszugehen, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören oder sie in ihren Familien nicht aktiv ausüben. Aus diesem Grund sollte die Fachlehrkraft für alle Klassenmitglieder erkennbar eine neutrale Haltung zu den jeweiligen Glaubensrichtungen einnehmen und die Klasse daran erinnern, dass die einzelnen Religionen wertungsfrei, also rein objektiv, zu betrachten sind. Das Ziel der Unterrichtseinheit besteht in einer genauen Untersuchung der verschiedenen Weltreligionen mit ihren jeweiligen Merkmalen. Es geht nicht um die Frage, welche Glaubensrichtung oder welche Art der Religionsausübung besser oder schlechter ist. Solche Fragestellungen bleiben eine persönliche Angelegenheit. Begriffsdefinitionen werden während der jeweiligen Arbeitsphase vorgenommen. Dabei können die Anwesenden mit eingebunden werden (zum Beispiel indem die Lehrkraft fragt, wie man die Andachtsstätten der Muslime nennt). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Parallelen und Unterschieden der verschiedenen Weltreligionen auseinander und sind in der Lage, die einzelnen Glaubensrichtungen wertungsfrei miteinander zu vergleichen. lernen, welche charakteristischen Merkmale (zum Beispiel in der Ausübung des Glaubens, in Symbolen oder Ritualen) die jeweiligen Religionen ausmachen. können die spezifischen Weltanschauungen und Werte der einzelnen Glaubensrichtungen benennen und ihre eigenen Vorstellungen von Werten – unabhängig von persönlichen Glaubensüberzeugungen – sprachlich ausdrücken. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen technische Arbeitsmittel selbstverständlich und setzen digitale Medien gezielt zur Ergebnissicherung und Präsentation ein. übernehmen Verantwortung für die Gestaltung des Unterrichts, indem sie aktiv Aufgaben wie das Eintragen von Ergebnissen am Whiteboard oder die digitale Dokumentation übernehmen. unterscheiden Medien als Mittel der Freizeitgestaltung von deren funktionaler Nutzung im Unterricht und erkennen ihren Wert als Arbeits- und Kommunikationsinstrumente. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten überwiegend in Kleingruppen zusammen, wobei jede Gruppe eine Religion vertieft und ihr Wissen anschließend der gesamten Klasse präsentiert. entwickeln durch die sachliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Glaubensrichtungen Toleranz und Verständnis gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen. reflektieren im Klassengespräch persönliche Wertvorstellungen, lernen unterschiedliche Sichtweisen kennen und stärken dadurch ihre Fähigkeit zu respektvollem, empathischem und konstruktivem Austausch in der Gemeinschaft.

  • Religion / Ethik
  • Primarstufe

Materialsammlung: christliche Feste und Feiertage

Unterrichtseinheit

In dieser Materialsammlungen sind Unterrichtsanregungen und Arbeitsmaterialien zu den christlichen Hochfesten wie Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Weihnachten für den katholischen und evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule sowie in der Sekundarstufe I und II gebündelt. Außerdem finden sich Materialien zu weiteren Festen und Feiertagen, die den Jahreskreis begleiten, und somit terminpassend eingesetzt werden können. Das Kirchenjahr zählt eine Reihe von evangelischen, katholischen und orthodoxen Feiertagen, die sich allesamt im sogenannten Jahreskreis wiederfinden. Die jährlich wiederkehrenden Fest- und Feiertage halten die christlichen Kirchen zusammen und geben ihnen Struktur. Mit dem Beginn des Kirchenjahres zum ersten Adventssonntag folgt mit Weihnachten , der Geburt Jesu Christi, das erste große Hochfest für Christen weltweit. Nach einer Pause von einigen Wochen folgt der Osterfestkreis, der von Aschermittwoch bis Pfingsten reicht. Neben den beiden Hochfesten Ostern und Weihnachten sollten die Schülerinnen und Schüler auch den Advent, die Taufe des Herrn, Aschermittwoch, die Fastenzeit, den Palmsonntag, den Gründonnerstag, Karfreitag, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam, das Reformationsfest und den letzten Feiertag im Kirchenjahr – den Christkönigssonntag;– als zentrale Hochfeste kennen. Sie zeugen von der Bedeutung des Evangeliums von Jesus Christus im Leben der Gläubigen. Jedes Fest hat bestimmte liturgische Besonderheiten, eine eigene Symbolik und eigene Bräuche, die den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt und erfahrbar gemacht werden sollten. Unsere Unterrichtseinheiten, -anregungen, Videos und Arbeitsmaterialien laden zur Auseinandersetzung mit religiöser Praxis im Rahmen des christlichen Religionsunterrichts ein. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler Merkmale, Besonderheiten und Ausdrucksformen von gelebter Religion beschreiben, geben Sie Hilfestellung zur Deutung der Feste und kommen Sie über Sinn und Gestaltung der Feiertage ins Gespräch. Wann immer es möglich ist, lassen Sie die Kinder und Jugendlichen die verschiedenen Feste mitgestalten und mitfeiern! Sie haben bereits selbst Unterrichtsmaterial zu christlichen Fest- und Feiertagen erstellt oder haben Zeit und Lust, Unterrichtsideen zu entwickeln? Gerne können Sie uns hier Vorschläge zur Publikation einreichen. Religionspädagoginnen und Religionspädagogen können jederzeit Autorin oder Autor bei Lehrer-Online werden!

  • Religion / Ethik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial "Die fünf Säulen des Islam"

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit zum Thema "Die fünf Säulen des Islam" lernen die Schülerinnen und Schüler mittels fünf lebensnaher Geschichten den Hintergrund der islamischen Praxis kennen. Die Geschichten sind systematisch aneinander gekoppelt, sodass ein einheitliches Lernen ohne Abschweifungen gewährleistet ist. Die Vermittlung von Grundwissen über den Islam gehört heutzutage zur Schulwirklichkeit jeder Schulform. Unabhängig vom Schulfach vollziehen die betroffenen Lehrkräfte diese Aufgabe durch eine althergebrachte Erläuterung der "Fünf Säulen des Islam" als gewissermaßen tiefer Einblick in die islamische Lebenspraxis. Der Nachteil dabei: Sowohl muslimische als auch nicht-muslimische Schülerinnen und Schüler erleben diese Begegnung mit dem Islam als langweilig, sodass die Qualität der erhofften Horizonterweiterung eher schlecht als recht ausfällt. Die Unterrichteinheit wurde Schülerzentriert aufgezogen, sodass verschiedene Methoden zum Einsatz kommen und die Schülerinnen und Schüler hinterfragende Diskussionsmöglichkeiten bekommen, indem sie dazu animiert werden, sinnfindende und tiefgehende Fragen zu stellen. Zudem wurden die Aufgaben so konzipiert, dass sie sowohl nach Leistungsstärke der Lerngruppe und nach Lernziele des jeweiligen Faches flexibel umsetzbar sind, als auch für die Binnendifferenzierung in der Schwierigkeitsstufe variabel gestaltet werden können. Hintergrundinformationen zur Unterrichtseinheit "Die fünf Säulen des Islam" Die Unterrichtseinheit ist in vielen Fächern einsetzbar. Weitere Informationen zur Konzeption der Sequenz finden Sie hier. Ablauf der Unterrichtseinheit "Die fünf Säulen des Islam" Die Schülerinnen und Schüler lernen die Hintergründe der islamischen Praxis anhand von fünf lebensnahen Geschichten kennen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren vorhandenen Erfahrungshorizont über den Islam. nehmen den Islam als eine lebendige Religion wahr. revidieren gegebenenfalls ihr negatives Islambild. schlagen neue Wege zum interreligiösen Dialog ein. bauen ihre Hemmungen und Vorurteile über Muslime ab. reproduzieren nicht nur das Wissen über die islamischen Regeln/Vorschriften, sondern können vielmehr deren Sinn und Wirkung im Leben erkennen und darüber diskutieren. können die Entstehung des Islam und die Ursprünge der islamischen Regeln erfassen. lernen den Islam als eine transparente Religion kennen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden zum freundlichen und rücksichtsvollen Umgang im Gespräch animiert. werden dazu ermutigt, eigene Fragen zum Islam zu stellen. erwerben die Kompetenz zum eigenverantwortlichen Lernen und Recherchieren. erproben das kooperative Lernen. Die Lernziele des Faches Islamkunde (NRW) beziehungsweise Islamunterricht (Bayern und andere) und die Interessen der muslimischen Schülerinnen, Schüler und Eltern wurden gesondert beachtet. Zugleich wurde aber dabei bedacht, dass die Unterrichtseinheit nicht nur in Islamkunde oder im Islamunterricht einsetzbar ist, sondern auch in anderen Fächern wie evangelischer und katholischer Religionsunterricht, Ethik und Praktische Philosophie eingesetzt werden kann. Sie kann sogar in Geschichte, Gesellschaftslehre und Politik Verwendung finden. Denn das Thema "Die fünf Säulen" ist "der Bereich", auf den nicht verzichtet werden kann, wenn der Themenkomplex "Islam" behandelt wird, gleich von welcher Perspektive auch immer. Wenig Verständnis für religiöse Andersartigkeit Die Schülerschaft geht zuweilen mit den religiösen Werten der eigenen und anderer Kultur recht gleichgültig um. Während nicht-muslimische Schülerinnen und Schüler oft wenig Verständnis für die religiöse Andersartigkeit ihrer muslimischen Mitmenschen aufbringen, ist der Wissenstand der muslimischen Schülerinnen und Schüler über die eigene Religion meist gering. Wege für ein friedliches Zusammenleben ebnen Auf beiden Seiten besteht demzufolge der Bedarf nach einem neuzeitlich geprägten Zugang zum Islam, der einerseits transferfähiges Wissen für die Lebenswirklichkeit anbietet und andererseits neue Wege für das friedliche Zusammenleben ebnet. Ein großer Beitrag für die lang ersehnte Integration auf Schul- und Schülerebene, die nur dann gelingen kann, wenn das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln differenziert behandelt wird. Von Experten entwickelt Sicherlich gibt es etliche Materialien zum Thema "Die fünf Säulen" in deutscher Sprache, aber sie betrachten das Thema von außen her und geben keine Binneneinsicht. Die Verfasser dieser Einheit dagegen agieren in diesem Zusammenhang nicht nur als muslimische Autoren, sondern auch als Pädagogen, islamische Theologen und zugleich als Islamwissenschaftler, die mehrere Erfahrungswerte in die Materialien einfließen lassen. Verwendung von Originalquellen So wurde bei der Entwicklung der Unterrichtseinheit auf die Originalquellen des Islam zurückgegriffen und die Quellen der Hadithe, die in der Unterrichtseinheit verwendet wurden, gesondert angegeben. Historische und kontextuelle Einbettung Zudem ist eine weitere Besonderheit dieser Unterrichtseinheit, dass sie die Anfänge des Islam und die Entstehungsphase dieser Religion erfassbar und erfahrbar macht. Und zwar als pädagogisch ausgearbeitetes Thema, das nicht in einem beziehungslosen, farblosen und schwerelosen Raum schwebt, sondern mit einem historischen Hintergrund unterlegt wird. Anbindung ans Curriculum Diese Unterrichtseinheit ist eine Einführung und allgemeine Betrachtung der fünf Säulen, wie es im Kerncurriculum für Islamkunde im 5. Jahrgang vorgesehen ist. Im gleichen Curriculum kommen die einzelnen Säulen verteilt auf die nachfolgenden Jahrgangstufen als seperate Themeneinheiten ebenfalls vor. Die Autoren werden demnächst nach der Vorlage des Curriculums sukzessiv weitere Unterrichtseinheiten für die einzelnen Säulen veröffentlichen. Die Schülerinnen und Schüler steigen mit einer Szene aus der Schulwirklichkeit in das Thema ein und machen anschließend eine Zeitreise bis zu den Anfängen der islamischen Historik. Währenddessen agieren sie als Beobachter, Moderator oder Kommentator der Zeitreise, um aus der eigenen Perspektive heraus mit Feststellungen, Meinungen oder Kritiken einen reproduzierten und reflektierten Wissenszuwachs zu erzielen. Da die Unterrichtssequenzen baukastenartig konstruiert sind, kann man sie auch separat in Anspruch nehmen, um gezielt auf einen bestimmten Aspekt in puncto Islam einzugehen. Insofern versteht sich das Gesamtkonzept in fachdidaktischer Hinsicht als pädagogisch universell anwendbar. Zunächst werden die Lernenden dort abgeholt wo sie sind, indem anhand einer Szene aus der Unterrichtswirklichkeit an ihre Vorkenntnisse und Vorstellungen angeknüpft wird. Die Lernenden sollen nicht nur die fünf Säulen des Islam erfassen und kurz definieren können, sondern auch in Bezug auf ihre lebhafte Neugierde hinterfragende, weiterführende und reflektierende Fragen stellen. Die Lernenden erfahren, wie die fünf Säulen des Islam entstanden sind und gehen der Frage nach, warum diese Pflichten für die islamische Glaubensgemeinschaft solch eine tragende Rolle spielen. Diese Unterrichtseinheit ist eine Einführung und allgemeine Betrachtung der fünf Säulen des Islam. Die Autoren werden demnächst sukzessiv weitere Unterrichtseinheiten für die einzelnen Säulen erarbeiten.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I
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