Ab der dritten Klasse prickelt es zwischen Jungen und Mädchen recht heftig. Dinge, die früher ganz selbstverständlich und ohne geschlechtliche Rücksichtnahme möglich waren, werden nun tunlichst vermieden. Neben einem Jungen sitzen? Entsetzlich für unsere Mädchen! Ein Mädchen im Spiel an die Hand nehmen? Unmöglich für einen Jungen. Doch gegenseitiges Necken und Provozieren ist an der Tagesordnung. So wird es also Zeit, sich mit den körperlichen und seelischen Veränderungen der Kinder auseinanderzusetzen und ihnen im häuslichen und schulischen Umfeld eine altersgemäße Sexualerziehung anzubieten. Damit ermöglichen wir den Kindern in einem geschützten Rahmen ihre Neugier zu befriedigen und sich mit Altersgenossen über Fragen und Gefühle auszutauschen. Dies befähigt sie zu einem offenen und souveränen Umgang mit dem Thema Sexualität - eine wichtige Voraussetzung, um sich vor physischen oder verbalen Übergriffen im realen wie im virtuellen Raum zu schützen.
FachkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
MedienkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
SozialkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
Schulische SexualerziehungSexualerziehung ist eine Aufgabe von Elternhaus und Schule, wie auch aus den Richtlinien deutlich wird. Individuelle Erziehung in der Privatsphäre hat andere Inhalte und Komponenten als die schulische Sexualerziehung. Es ist ein Thema, das in den Familien und unterschiedlichen Kulturen, aus denen unsere Kinder stammen, sehr verschieden angegangen wird. Es erfordert also von der Lehrkraft eine sensible und feinfühlige, gleichzeitig auch eine sachlich-aufklärende Vermittlung.
Kulturelle Unterschiede berücksichtigenMit Rücksicht auf religiöse und weltanschauliche Überzeugungen informieren wir die Eltern vorab über Ziele und Inhalte. Wir müssen davon ausgehen, dass einige Kinder sehr informiert und aufgeklärt sind, andere jedoch noch lange nicht ihren eigenen Körper kennen. Vorbereitende Elterninformation und Gespräche sind also sehr hilfreich und nötig, um gerade auch bei ihnen Unsicherheiten abzubauen. Einige türkische Eltern hatten beispielsweise große Ängste, denn es ist unschicklich, sich Bilder von nackten Körpern anzusehen - also arbeiteten wir mit Zeichnungen und Comics. So lassen sich bestimmt auch für viele andere Bedenken Lösungen finden.
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Monika Schlottmann unterrichtet an einer Hamburger Grundschule und ist dort für den Medienbereich zuständig.
Sexualbiologie, Sexualerziehung, Pubertät